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Der Cobb Grill - das kleine Wunder"Größe ist nicht alles"Wer die Pepperworld-Website kennt, weiß: Wir lieben Grillen & Barbecue! In unserem Arsenal finden sich unter anderem ein Weber Kettle Grill, ein fünf-flammiger Beefeater Gasgrill mit Sideburner und ein Farmergrill Barbecue Smoker. Jedes dieser Geräte kommt zu gegebener Zeit zum Einsatz, aber manchmal spielt das Wetter einfach nicht mit, oder man hat nur eine Kleinigkeit zu Grillen, die das Anfeuern der Großen nicht wirklich rechtfertigt. In so einer Situation - zwei Dutzend kleine Nürnberger Bratwürste - kam uns ein Gerät in Erinnerung, das wir schon seit ein paar Jahren hatten, und das seitdem - völlig ungerechtfertigt - unbenutzt und originalverpackt in der Garage schlummerte: Der Cobb-Grill. Da er so klein ist (Durchmesser etwa einer Vinyl LP), ist er dort auch niemandem aufgefallen...
Nun haben wir ihn also endlich einmal hergenommen, den etwas futuristisch anmutenden Cobb. Der aktuelle Cobb-Grill "Premier" sieht etwas anders aus als unser schon ca. drei Jahre altes Gerät aus unserem "Garagen-Archiv" - der auf der Cobb-Website bebilderten Evolotion nach liegt unser Gerät irgendwo zwischen Baujahr 2003 und 2006. Manche Grills ändern über die Jahre ihr Gesicht wie Autos!
Der Aufbau ist jedoch praktisch derselbe: Umgeben von einem Außengehäuse befindet sich ein Metalkessel, zentral darin die Brennkammer mit einem kleinen Rost zur Aufnahme der Grillbriketts. Geheizt wird beim Cobb grundsätzlich mit Grillbriketts (Holzkohle oder Kokos). Neuerdings gibts jedoch sogar ein Gasmodell. Das Grillgut kommt auf einen antihaft-beschichten Rost*; dieser ist leicht gewölbt (in der Mitte höher) und hat Rillen, über die Fett und austretende Säfte in den Ring abfließen, der die Brennkammer umgibt. Pfiffig! * weitere Rost-Alternativen gibts als Zubehör zu kaufen. Konstruktionsbedingt steht der Cobb vollflächig, und damit stabiler als so mancher Dreibeiner-Grill.
Das Anzünden sollte gemäß Anleitung mit Trockenanzünder geschehen.
Gesagt, getan. Dann soll man 8 bis 10 Holzkohle-Briketts auflegen; von unseren (größeren) "Cocochef" Kokos-Briketts passen 8 Stück auf den Rost; nach gut 20 Minuten waren sie einsatzbereit. Cobb-Test #1: Nürnberger Bratwürstl
Den Grillrost leicht mit Öl eingesprüht, 5 Minuten kurz vorgeheizt, die Würste aufgelegt, Deckel zu. Nach drei Minuten gewendet, nach nochmals drei Minuten waren sie fertig. Vom ersten Auspacken des Grills bis zum Abendessen war nicht einmal eine Stunde vergangen!
Überraschung: Durch thermische Isolierung der Außenhaut vom heißen Innenleben bleibt der Cobb-Grill außen kalt. Das ist kinderfreundlich und auch für unterwegs ein dickes Plus. Tipp: Statt mit süßem Senf schmecken die Nürnberger auch allerbest mit unserer West of Texas BBQ Sauce sowie - für Schärfe-Fans - mit Lava Jolokia Fiery Mustard. Cobb-Test #2: Ein ganzes GrillhähnchenDie Grillfläche ist nicht sonderlich üppig, aber für die besagten kleinen Einsätze ideal. Trotzdem gibt der Hersteller an, dass sich im Cobb auch ein ganzes Hähnchen von 1,5 kg grillen lässt; hierfür wird eine Garzeit von 90 Minuten angegeben.
Um das auszuprobieren, besorgen wir uns ein 1,5 kg Bio-Hähnchen (etwas anderes kommt uns nicht mehr auf den Tisch!) - tatsächlich passt der Vogel in den Grill; die hochgezogene Haube hat was für sich. Um den Garzeitpunkt nicht zu verpassen, überwachen wir die Temperatur mit einer Sonde und unserem LCD-Thermometer. Damit der Deckel weiterhin gut schließt, führt man das Kabel der Sonde am besten durch eines der Lüftungslöcher in der Haube.
Nach ca. 30 Minuten wenden wir das Hähnchen wie angewiesen. Ansonsten öffnen wir die Haube nicht, damit nicht unnötig Wärme verloren geht. Das Thermometer verrät uns, dass unser Hähnchen bereits nach einer guten Stunde gar ist. Laut Anleutungsbüchlein hätte es 90 Minuten gebraucht, aber vielleicht hätten wir auch nicht ganz so viele Briketts nehmen sollen (dies ist die einzige Möglichkeit der Temperatur-Regelung, abgesehen vom Deckel-Öffnen). Die Haut hätte etwas krosser sein dürfen, aber das Hendl war zart und hatte tollen Grillgeschmack, wie man ihn im Backofen einfach nicht hinbekommt. An der Auflagestelle war die Haut sehr dunkel, da der Rost ja in der Mitte direkt über der Glut liegt und sehr heiß wird. Für ein ganzes Hähnchen würden wir wohl nächstesmal eine Art Abstands- Cobb-Test #3: Fisch + KartoffelnAuf jeden Fall haben wir Gefallen an dem kleinen Grillwunder gefunden. Schon ein paar Tage später wird Fisch unser nächster Cobb-Kandidat. Gefrorener Red Snapper und Lachs wird im Kühlschrank aufgetaut und dann - ebenfalls gekühlt - wie hier in unserer Rezeptsammlung beschrieben eine halbe stunde mariniert. Da Fisch schnell gart, heizen wir diesmal nur vier Kokos-Briketts an. Von jeder Seite 4-5 Minuten bei geschlossener Haube gegrillt, und der Fisch war herrlich saftig.
Die Grillhitze reichte allemal, um als Beilage noch schnell die Kartoffeln zu bräunen, die während des Fisch-Grillens in der Mikrowelle vorgegart wurden.
Auch hier kam also durchaus Freude auf. An dieser Stelle sei auch ein weiterer Vorzug der kleinen Abmessungen des Cobb-Grills angemerkt: Alle Teile passen ins Küchen-Spülbecken und lassen sich mit etwas Seifenwasser schnell reinigen. Der innere Kessel kann hierzu aus der isolierenden Außenhülle herausgenommen werden. Tipp: Kartoffeln nach dem Bräunen auf dem Grill mit FeuerStreuer Cajun Dust bestäuben. Cobb-Test #4: BurgerAuch für vier bis sechs Burger-Buletten reicht der Grillzwerg völlig aus. Wir nehmen gerne gemischtes Hack, das wir mit fein geschnittenen Zwiebeln, FeuerStreuer Smoky und etwas Petersilie aufpeppen. Wir formen die Scheiben gerne etwas dicker, als man sie in der Burger-Bude bekommt, so werden sie schön saftig. Mit etwas Sonnenblumenöl eingepinselt bleiben sie auch beim Umdrehen nicht haften. Wir haben mit sechs Kokos-Briketts angefeuert; die Burger brauchen bei geschlossenem Grill ca. 15 Minuten (zur Halbzeit einmal gewendet).
Während die gegrillten Burger kurz ruhen, werden die Kaisersemmeln (herzhafter als wabbelig-weiche Burger-Brötchen) an der Schnittseite auf dem offenen Cobb-Grill leicht angeröstet - das dauert bei der Hitze nur eine Viertelminute. Mit etwas West of Texas BBQ Sauce, Käsescheibe, Salatblatt, Zwiebelringen und Tomatenscheiben sind dann ruckzuck die leckeren Burger gebaut:
Der fertige Burger. Mmmh!
Was sonst noch gehtAuch Brot soll man im Cobb-Grill backen können, und es gibt mittlerweile viel nützliches Zubehör, zum Beispiel eine Wok-Pfanne und eine Grillplatte (Griddle). Fürs erste sind wir aber happy, dass wir einen kleinen Grill für "zwischendurch" haben, der uns sicher auch des öfteren unterwegs begleiten wird. Fortsetzung folgt...
Seitenanfang Seite zuletzt geändert am: 04.05.2011, 10:19 von Admin |
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Praktisch für unterwegs: Der Cobb-Grill kam mit einer runden Tasche.
Gut Glut: Dem Cobb Grill
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