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Ergänzungen, Korrekturen und Updates zu Das Chili Pepper Buch "2.0" (Info) (ISBN 978-3-937862-02-6) Für die Leser dieses Buches halten wir hier einen besonderen Service bereit: Hier finden Sie Updates und Ergänzungen nach Drucklegung, Korrekturen und Lerserkommentare. Die Seite wird laufend aktualisiert. Updates, Ergänzungen Seite 19f, zum Thema "Warum Chilis überhaupt scharf sind". Bei der Bedrohung arbeiten Insekten und Pilze Hand in Hand: Insekten bohren oder fressen die Früchte an, was wiederum das Eindringen von Pilzen ermöglicht (besonders dem gefürchteten Fusarium, der die Saat zerstört oder später zu kranken Pflanzen führt). Biologen von der Washington Uniiversity in Seattle und weiteren US-Universitäten untersuchten in Bolivien wildwachsende Chilis. Einige der dort heimischen Chili-Arten sind bezüglich der Schärfe polymorph, d.h. es gibt sowohl milde als auch scharfe Varianten, was einen direkten Vergleich hinsichtlich des Fusarium-Pilzbefalls ermöglichte. Die Forscher stellten einen klaren Zusammenhang zwischen großer Schärfe (d.h. hohem Capsaicingehalt) und geringer Saatzerstörung durch Pilzbefall fest. In feucht-warmen Regionen, wo es zum einen viele Insekten gibt und zum anderen Pilze sich leicht verbreiten, schützen sich Chilis durch hohe Schärfe; in Gebieten mit weniger Insekten- und Pilzproblemen bilden sie weniger Capsaicin. Auch Menschen machten sich die antimikrobiellen Eigenschaften scharfer Chilis schon lange vor Erfindung des Kühlschranks zunutze. Besonders in den heißen Regionen der Welt geben scharfe Chilis nicht nur Würze, sondern wirken auch in gewissem Umfang keimtötend. Quellen: PNAS 8/2008, University of Florida Seite 61, Sortenbeschreibung Bhut Jolokia: Mitarbeiter des indischen Chili-Produzenten Frontal Agritech entdeckten in einem ihrer Bhut-Felder eine schokoladenbraune Variante dieser sonst knallrot abreifenden Chilis. Mehr zu dieser neuen Variante hier: Chili-DB Info Seite 97: Weitere Keimtipps finden Sier auf Pepperworld hier und - besonders für die Bhut-Chilis - hier. Seite 100: Die unten auf dem Bild gezeigte Anzuchtbox von Parasene hatte zumindest bei uns und bei einer Leserin (beide bei Beckmann gekauft) keinerlei Sicherheitszeichen. Beim Kauf drauf achten. Seite 114, Thema Königsblüte: Ausknipsen oder nicht - Thomas Gruber von der Gärtnerei Förth im Fichtelgebirge blickt auf viele Jahre Erfahrung im Anbau von Chili, Paprika und Co. zurück. Thomas dazu: "Meiner Meinung nach muss man hier differenzieren. Bei Capsicum-Sorten mit großen (und relativ wenigen) Früchten wie Gemüsepaprika oder Round of Hungary bringt das Ausbrechen was; die Pflanzen verzweigen erst, statt gleich viel Kraft in eine Frucht zu stecken. Bei scharfen Chilis mit kleinen und zahlreichen Früchten ist's in der Tat eher egal - da kommen eh viele Früchte, auf eine mehr oder weniger kommt's nicht an". Seite 148ff: Hier wird erklärt, wie man Chilis auch druch Kandieren haltbar machen kann. Ein interessantes "Abfallprodukt" ist der dabei anfalende scharfe Sirup, für den ebenfalls diverse Verwendungsmöglichkeiten vorgeschlagen werden. Eine weitere finden Sie hier, in unserer Rezeptsammlung: ChiliPepperMint Julep (natürlich nur für Volljährige!) Rezept Seite 227: Viele Promis haben ihre eigene Hot-Sauce-Linie. Der auf Seite 227 vorgestellte ehemalige Van-Halen-Gitarrist Michael "Mad" Anthony hat mit drei weiteren Rock-Legenden Anfang 2009 eine neue Band namens "Chickenfoot" gegründet (siehe auch PepperNews März 2009). Passend dazu fürs Mad Anthony's Chickenfoot Sandwich das Rezept. Seite 253: Das neuartige Capsaicinpflaster namens Qutenza der biopharmazeutischen Firma NeurogesX, das sich bei Drucklegung noch im Test befand, erhielt inzwischen die EU-Zulassung (5/2009) und wird künftig zur Behandlung von peripheren neuropathischen Schmerzen bei nichtdiabetischen erwachsenen Schmerzpatienten zur Verfügung stehen. Einer Information NeurogesX-Website zufolge erhielt Qutenza im November 2009 auch die Zulassung der US-Behörde FDA. Mehr dazu in den PepperNews Mai 2009. Seite 266ff: Zum Peperoncino Festival in Diamante (Kalabrien) Seite 281, unten: Das Restaurante Rancho de Chimayo Leser-Tipps Zum Rezept Penne al Arrabiata merkt ein Leser an, dass seine italienischen Verwandten für die Tomatensauce statt gestückelter Tomaten aus der Packung oder Dose qualitativ hochwertige geschälte ganze Tomaten aus der Dose zu verwenden - und das nur, wenn es gerade keine im eigenen Garten gibt, weil grade Winter ist, und die in Marmeladengläsern selbst eingemachten Tomaten zur Neige gegangen sind... Das sind natürlich gute Alternativen... wenn man sie zur Hand hat. Wer Tomaten im Überfluss erntet oder zur Hochsaison Spitzenware auf dem Markt bekommt, sollte sie auch zu diesem Zweck überbrühen, enthäuten und zu Soße einkochen. Man kann sie auch sehr gut portionsweise einfrieren und im Winter verschärft mit Nudeln genießen. Zu den auf Seite 98 vorgestellten Multitopfplatten schreibt uns Leser Heinrich J.: "Diese liegen nach der Frühjahrsbepflanzung auf vielen Friedhöfen in den Kunststoffsammelboxen!" Etwas makaber, aber auf jeden Fall ein Spar-Tipp. Danke, Heinrich! Leser David aus Bayern merkt zum Rezept Chile von Queso (S. 163) an: Hallo Harald, zu Beginn meines Chili-Wahns habe ich mir da mal dein Buch (2.0) schenken lassen (Super zum Einstieg!). Hab mir nun das ein oder andere Rezept mal vorgenommen, letzte Woche war da das Chile von Queso dran (dieser Käsedip). Da wollte ich nur anmerken, dass 50 g rote Chili doch etwas großzügig bemessen ist und das Ergebnis bei weitem nichtmehr als "mild" einzustufen. :-) Also wir mussten schon ziemlich damit kämpfen! Was lernen wir daraus? Bei Chilis unbekannter Schärfe erstmal voooorsichtig dosieren - nachlegen kann man immer noch! Wir freuen uns aber, dass es alle überlebt haben ;-) Web-Links Da sich Web-Adressen öfter mal ändern, haben wir sie aus dem Buch auf diese Seite ausgelagert... Diverse Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.: www.dge.de Rancho de Chimayo: www.ranchodechimayo.com Saatanbieter Juliwa, jetzt Enza Zaden: www.enzazaden.de Kiepenkerl www.kiepenkerl.de
Weitere Adressen folgen in Kürze! Korrekturen Unvermeidlich, dass sich in ein so umfangreiches Projekt wie "Das Chili Peper Buch 2.0" auch Fehler eingeschlichen haben. Neben ein paar Tippfehlern, die Sie dem Autoren hoffentlich nachsehen, hier ein paar inhaltliche Korrekturen: Nur 1. Druckauflage 2007; in 2. Auflage schon korrigiert: Seite 8: Im Bildtext zur Chili-Briefmarke muss es heißen: ...des von ihm erforschten (nicht entdeckten) "Indischen Pfeffers" Seite 154, Abs. 2: Statt "Glücklich hat..." muss es heißen "Glücklich ist..." (autsch!) Seite 136, letzter Abs.: Maßeinheit ug/kg soll heißen: μg/kg (griech. Buchstabe "My") Seite 263, Abs. 1: ...ca. 200 Sojabohnenquark... muss heißen: ca. 200 g Sojabohnenquark Leider erst nach Druck der 2. Druckauflage 2008 entdeckt, danach korrigiert: Seite 23, Im Brenn-o-meter muss es beim Schärfegrad 9 heißen: 50.000 - 100.000 (da fehlt eine null). Danke, Enrico :-)
Haben Sie auch Anmerkungen oder Tipps rund um Das Chili Pepper Buch 2.0? Lassen Sie es uns wissen! Email-Kontakt Pepperworld Home (Startseite) Seitenanfang Seite zuletzt geändert am: 03.04.2010, 18:19 von Admin |
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