PEPPERWORLD - Das Schärfste aus der Welt von Chili, Hot Sauce und Co.

 

Ergänzungen, Korrekturen und Updates zu

Das Chili Pepper Buch "2.0" (Info )

(ISBN 978-3-937862-02-6)
Neuerscheinung April 2007,  6. Druckauflage 2011

Für die Leser dieses Buches halten wir hier einen besonderen Service bereit: Hier finden Sie Updates und Ergänzungen nach Drucklegung, Korrekturen und Lerserkommentare. Die Seite wird laufend aktualisiert.

Updates, Ergänzungen

Seite 19f, zum Thema "Warum Chilis überhaupt scharf sind".
Ergänzung 8/2008: Wie im Buch erklärt, besteht ein wesentlicher Zweck des Chili-Schärfewirkstoffs Capsaicin darin, Fraßfeinde (insbesondere Nagetiere) abzuhalten. Jetzt fanden US-Forscher heraus, dass das Capsaicin auch vor zerstörerischem Pilzbefall der Samenkörner schützt.

Bei der Bedrohung arbeiten Insekten und Pilze Hand in Hand: Insekten bohren oder fressen die Früchte an, was wiederum das Eindringen von Pilzen ermöglicht (besonders dem gefürchteten Fusarium, der die Saat zerstört oder später zu kranken Pflanzen führt). Biologen von der Washington Uniiversity in Seattle und weiteren US-Universitäten untersuchten in Bolivien wildwachsende Chilis. Einige der dort heimischen Chili-Arten sind bezüglich der Schärfe polymorph, d.h. es gibt sowohl milde als auch scharfe Varianten, was einen direkten Vergleich hinsichtlich des Fusarium-Pilzbefalls ermöglichte. Die Forscher stellten einen klaren Zusammenhang zwischen großer Schärfe (d.h. hohem Capsaicingehalt) und geringer Saatzerstörung durch Pilzbefall fest. In feucht-warmen Regionen, wo es zum einen viele Insekten gibt und zum anderen Pilze sich leicht verbreiten, schützen sich Chilis durch hohe Schärfe; in Gebieten mit weniger Insekten- und Pilzproblemen bilden sie weniger Capsaicin.

Auch Menschen machten sich die antimikrobiellen Eigenschaften scharfer Chilis schon lange vor Erfindung des Kühlschranks zunutze. Besonders in den heißen Regionen der Welt geben scharfe Chilis nicht nur Würze, sondern wirken auch in gewissem Umfang keimtötend.

Quellen: PNAS 8/2008, University of Florida

Seite 61, Sortenbeschreibung Bhut Jolokia: Mitarbeiter des indischen Chili-Produzenten Frontal Agritech entdeckten in einem ihrer Bhut-Felder eine schokoladenbraune Variante dieser sonst knallrot abreifenden Chilis. Mehr zu dieser neuen Variante hier: Chili-DB Info

Seite 97: Weitere Keimtipps finden Sier auf Pepperworld hier und - besonders für die Bhut-Chilis - hier.

Seite 100: Die unten auf dem Bild gezeigte Anzuchtbox von Parasene hatte zumindest bei uns und bei einer Leserin (beide bei Beckmann gekauft) keinerlei Sicherheitszeichen. Beim Kauf drauf achten.

Seite 114, Thema Königsblüte: Ausknipsen oder nicht - Thomas Gruber von der Gärtnerei Förth im Fichtelgebirge blickt auf viele Jahre Erfahrung im Anbau von Chili, Paprika und Co. zurück. Thomas dazu: "Meiner Meinung nach muss man hier differenzieren. Bei Capsicum-Sorten mit großen (und relativ wenigen) Früchten wie Gemüsepaprika oder Round of Hungary bringt das Ausbrechen was; die Pflanzen verzweigen erst, statt gleich viel Kraft in eine Frucht zu stecken. Bei scharfen Chilis mit kleinen und zahlreichen Früchten ist's in der Tat eher egal - da kommen eh viele Früchte, auf eine mehr oder weniger kommt's nicht an".

Seite 148ff: Hier wird erklärt, wie man Chilis auch druch Kandieren haltbar machen kann. Ein interessantes "Abfallprodukt" ist der dabei anfallende scharfe Sirup, für den ebenfalls diverse Verwendungsmöglichkeiten vorgeschlagen werden. Eine weitere finden Sie hier, in unserer Rezeptsammlung: ChiliPepperMint Julep (natürlich nur für Volljährige!) Rezept

Seite 163, Rezept "Chile con Queso": Heißer Tipp: Die peppige Käsesoße lässt sich auch bestens für schnelle "Mac & Cheese" verwenden... während der Käsesoßen-Zubereitung Makkaroni kochen, gut abtropfen lassen, und mit dem Queso vermischen.

Seite 227: Viele Promis haben ihre eigene Hot-Sauce-Linie. Der auf Seite 227 vorgestellte ehemalige Van-Halen-Gitarrist Michael "Mad" Anthony hat mit drei weiteren Rock-Legenden 2008 eine neue Band namens "Chickenfoot" gegründet, 2009 kam die erste CD raus (siehe auch PepperNews März 2009). Passend dazu fürs Mad Anthony's Chickenfoot Sandwich das Rezept.

Seite 253: Das neuartige Capsaicinpflaster namens Qutenza® der biopharmazeutischen Firma NeurogesX, das sich bei Drucklegung noch im Test befand, erhielt inzwischen die EU-Zulassung (5/2009) und wird künftig zur Behandlung von peripheren neuropathischen Schmerzen bei nichtdiabetischen erwachsenen Schmerzpatienten zur Verfügung stehen. Einer Information NeurogesX-Website zufolge erhielt Qutenza im November 2009 auch die Zulassung der US-Behörde FDA. Mehr dazu in den PepperNews Mai 2009.
Update 1/2011: Seit Ende Dezember 2010 ist das potente Capsaicin-Pflaster (8%) auch in der Schweiz zugelassen.

Seite 266ff: Zum Peperoncino Festival in Diamante (Kalabrien) 
Update 2011: Das 2012er Festival findet fand vom 7. bis 11. September 2011 statt. Bericht hier

Seite 238, Hot-Sauce-Zutaten: Wir empfehlen aktuell 10-15 Chilis, und statt 6 EL --> 150 ml Apfelessig (wird in 7. Auflage aktualisiert)

Seite 271: Spicy's Gewürzmuseum ist im Januar 2011 umgezogen, in den nächsten Speicher: Jetzt Sandtorkai 34 statt 32.

Seite 281, unten: Das Restaurante Rancho de Chimayo
im gleichnamigen Ort in New Mexico hatte leider Pech gehabt - Mitte August 2008 zerstörte ein Feuer unter anderem die Küche. Bis zur Wiedereröffnung könnten sechs Monate vergehen, so die Restaurant-Inhaber. Vor einem Besuch also besser nachfragen, ob schon wieder geöffnet ist.
Update 6/2009: Voraussichtlich soll das Restaurant ab Ende August 2009 wieder geöffnet sein.

Update 2010: Jetzt wieder geöffnet!

Seite 294 unten: Nicht Meran ist die italienische Glaskunst-Metropole, sondern Murano. (ab 6. Auflage korrigiert)

Seite 310, Literaturhinweise
Update Januar 2010: Dr.Jean Andrews, auch bekannt als "The Pepper Lady", ist am 7.1.2010 in ihrer Heimat Austin (Texas) im Alter von 86 Jahren verstorben. Die beliebte und bekannte Wissenschaftlerin veröffentlichte 1984 das englischsprachige Standardwerk "Peppers - The domesticated Casicums" (siehe unseren Literaturhinweis). Die Chili-Welt trauert um einen der ganz großen Pepper-Pioniere. Rest in peace and peppers, Jean.


Leser-Tipps

Zum Rezept Penne al Arrabiata merkt ein Leser an, dass seine italienischen Verwandten für die Tomatensauce statt gestückelter Tomaten aus der Packung oder Dose qualitativ hochwertige geschälte ganze Tomaten aus der Dose zu verwenden - und das nur, wenn es gerade keine im eigenen Garten gibt, weil grade Winter ist, und die in Marmeladengläsern selbst eingemachten Tomaten zur Neige gegangen sind... 

Das sind natürlich gute Alternativen... wenn man sie zur Hand hat. Wer Tomaten im Überfluss erntet oder zur Hochsaison Spitzenware auf dem Markt bekommt, sollte sie auch zu diesem Zweck überbrühen, enthäuten und zu Soße einkochen. Man kann sie auch sehr gut portionsweise einfrieren und im Winter verschärft mit Nudeln genießen.

Zu den auf Seite 98 vorgestellten Multitopfplatten schreibt uns Leser Heinrich J.: "Diese liegen nach der Frühjahrsbepflanzung auf vielen Friedhöfen in den Kunststoffsammelboxen!"  Etwas makaber, aber auf jeden Fall ein Spar-Tipp. Danke, Heinrich!

Leser David aus Bayern merkt zum Rezept Chile von Queso (S. 163) an: Hallo Harald, zu Beginn meines Chili-Wahns habe ich mir da mal dein Buch (2.0) schenken lassen (Super zum Einstieg!). Hab mir nun das ein oder andere Rezept mal vorgenommen, letzte Woche war da das Chile von Queso dran (dieser Käsedip). Da wollte ich nur anmerken, dass 50 g rote Chili doch etwas großzügig bemessen ist und das Ergebnis bei weitem nichtmehr als "mild" einzustufen. :-)  Also wir mussten schon ziemlich damit kämpfen! 

Was lernen wir daraus? Bei Chilis unbekannter Schärfe erstmal voooorsichtig dosieren - nachlegen kann man immer noch! Wir freuen uns aber, dass es alle überlebt haben ;-)


Web-Links

Da sich Web-Adressen öfter mal ändern, haben wir sie aus dem Buch auf diese Seite ausgelagert... 

Diverse

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.: www.dge.de

Rancho de Chimayo: www.ranchodechimayo.com

Saatanbieter

Juliwa, jetzt Enza Zaden: www.enzazaden.de

Kiepenkerl www.kiepenkerl.de

 

Weitere Adressen folgen in Kürze!


Korrekturen

Unvermeidlich, dass sich in ein so umfangreiches Projekt wie "Das Chili Peper Buch 2.0" auch Fehler eingeschlichen haben. Neben ein paar Tippfehlern, die Sie dem Autoren hoffentlich nachsehen, hier ein paar inhaltliche Korrekturen:

Nur 1. Druckauflage 2007; in 2. Auflage schon korrigiert:

Seite 8: Im Bildtext zur Chili-Briefmarke muss es heißen: ...des von ihm erforschten (nicht entdeckten) "Indischen Pfeffers"

Seite 154, Abs. 2: Statt "Glücklich hat..." muss es heißen "Glücklich ist..."   (autsch!)

Seite 136, letzter Abs.: Maßeinheit ug/kg soll heißen: μg/kg  (griech. Buchstabe "My")

Seite 263, Abs. 1: ...ca. 200 Sojabohnenquark... muss heißen: ca. 200 g Sojabohnenquark

Leider erst nach Druck der 2. Druckauflage 2008 entdeckt, danach korrigiert:

Seite 23, Im Brenn-o-meter muss es beim Schärfegrad 9 heißen: 50.000 - 100.000 (da fehlt eine null). Danke, Enrico :-) 

 

Haben Sie auch Anmerkungen oder Tipps rund um Das Chili Pepper Buch 2.0? Lassen Sie es uns wissen!  Email-Kontakt


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Seite zuletzt geändert am: 18.01.2012, 17:56 von Admin

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