PEPPERWORLD - Das Schärfste aus der Welt von Chili, Hot Sauce und Co.

Hot News Pepperworld News 2009 Hot News

Interessantes aus der Welt der Chilis

Socken mit eingebauter Chili-Heizung?

November  2009 - Funktionelle Kleidung bekommt eine neue Dimension dank eines neuen Faserzusatzes, über den der Chemie-Konzern Bayer auf seiner japanischen Website berichtet (siehe hier). Textilfasern könnnen sowohl Stoffe mit kühlender als auch wärmender Wirkung zugesetzt werden, zum Beispiel für Socken. Für den kühlenden Effekt ist eine Substanz namens Xylitol zuständig, die Umgebungswärme und Schweiß absorbiert, so der Web-Beitrag von Bayer. Fürs Wärmegefühl kommt neben Kamille - Sie ahnen es sicher schon - eine Chili-Tinktur zum Einsatz, um die Durchblutung zu stimulieren.

Schon aus Alaska war ja zu vernehmen, dass Chilipulver, maßvoll in die Strümpfe gestreut, gegen kalte Füße helfen soll. Nun also die industrielle Variante!


Capsaicin-Rezeptur gegen chronischen Juckreiz

November  2009 - Bei chronischem Juckreiz können eine Presse-Info der Apothekervereinigung ADDB zufolge Cremes mit Capsaicin helfen. Derzeit gibt es für diese spezielle Anwendung keine industriell hergestellten Arzneimittel, Apotheker können jedoch entsprechende Rezepturen anfertigen. "Wer unter chronischem Juckreiz leidet, sollte nicht alleine herum probieren, sondern sich an seinen Arzt wenden. Gerade bei Hautkrankheiten ist nicht nur der Inhaltsstoff wichtig, denn auch die Hilfsstoffe und die Zubereitung spielen eine große Rolle. Hautärzte und Apotheker arbeiten deshalb eng zusammen", so Dr. Andreas Kiefer, Vorsitzender der Kommission "Neues Rezeptur Formularium" (NRF), die für Apotheker einen entsprechenden Rezepturhinweis veröffentlicht hat.

 "Die Therapie mit einer solchen Capsaicin-Creme funktioniert nur, wenn der Patient informiert und von der Behandlung überzeugt ist. Die Beratung in der Apotheke ist deshalb unerlässlich", so Kiefer. Wichtig ist das langsame Einschleichen der Therapie, da in den ersten Tagen als Nebenwirkungen Brennen oder Jucken auftreten können. Die Wirkung hingegen setzt erst verzögert nach einigen Tagen ein. Deshalb werden diese Arzneimittel in der Regel mindestens sechs Wochen lang angewendet. Die Cremes sollten mehrmals täglich aufgetragen werden. Sie können auch gegen Schmerzen, etwa nach einer Herpesinfektion oder bei rheumatischen Erkrankungen, eingesetzt werden.

In diese Kontext passt eine Pressemeldung der US-Firma Greensations. Dort wird von der Entdeckung berichtet, dass deren Capsaicin-Hautspray nicht nur gegen die juckenden Bisse von Bet Bugs (Schlafläusen) hilft, sondern die Plagegeister aktiv abwehrt. Greensations bietet auf deren Website zwei Sprays an, die Capsaicin sowie weitere pflanzliche Wirkstoffe enthalten - ThermaScalp für die Kopfhaut und den Hautspray ThermaSkin. Versprochen wird, dass jeder Juckreiz in weniger als einer Minute verschwindet...


Cuvée nicht nur bei Weinen - jetzt auch bei Hot Sauce

November  2009 - Neues zum Thema Hot Sauce haben wir in eigener Sache zu berichten.

Der anspruchsvolle Weinliebhaber kennt das traditionelle Prinzip, verschiedene Traubensorten zu kombinieren - aus einzelnen Aromen, fein aufeinander abgestimmt - entstehen so Weine mit aufregenden neuen Geschmackskompositionen, landläufig als Cuvée bezeichnet.

Bei Pepperworld kam man auf die Idee, dieses Verfahren auch auf Hot Sauce zu übertragen. Im September 2009 wurden daher alle möglichen Kombinationen frisch geernteter Chilis zu kleinen Mengen Soße verarbeitet und verkostet.

Pepperworld Chili Cuvée No. 1

Das Ergebnis ist "Pepperworld Chili Cuvée No. 1", eine Kombination von Tropical Red Habanero, Scotch Bonnet, Fatalii und roten tabasco-Chilis. Die verwendeten Chilis stammen aus italienischem Freilandanbau; die Auflage dieser in Italien gefertigten Soße ist durch die Erntemenge begrenzt.

Produkt-Info im Shop


Capsaicinhaltiger Kunststoff-Zusatz stoppt nervige Nager

November  2009 - Es gibt tatsächlich eine Firma, bei der steckt "Abneigung" schon im Firmennamen: Aversion Technologies, Inc. beschäftigt sich mit dem Vertrieb von Substanzen, mit denen sich Produkte für Menschen oder Tiere unattraktiv für den Verzehr machen lassen. Ein Polymer namens Repela (tm) rüstet Kunststoffprodukte mit einem unsichtbaren Schild aus, der sie laut einer aktuellen Presseinfo dauerhaft gegen Essbegehrlichkeiten schützt. 

Was das mit Chilis zu tun hat? Nun, eine der Komponenten von Repela ist ein Anteil von 5% Capsaicin. Wir haben ja bereits von überlieferten Einsätzen der Chili-Schärfe gegen Daumenlutschen und Nägelbeißen berichtet, sowie von neuzeiltlichen Anwendungen wie chili-präparierten Plantagenzäunen zur Elefantenabwehr in Afrika  und capsaicinhaltigen Schiffanstrichen gegen blinde Passagiere (siehe "Ungewöhnliche Chili-Verwendungen"). Mit Repela präparierte Kunststoffteile lassen sich etwa gegen nervige Nagetiere und knabbernde Kinder schützen. Je nach Einsatzgebiet gibt es den Zusatz für verschiedene Temperaturbereiche.
Aversion Technologies Website

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass derselbe Stoff, der Speisen begehrlich macht, auch fürs Gegenteil verwendet werden kann.


Anmerkungen zur aktuellen Greenpeace-Gewürzmeldung

Oktober 2009 - Greenpeace setzt sich lobenswerterweise für die  Verringerrung der Giftbelastung unserer Nahrungsmittel ein, die ja auch mit der Belastung der Umwelt einhergeht. Am 29.10.2009 berichtet die Umweltorganisation auf ihrer Website unter der Headline "Mit Gift gewürzt - Greenpeace entdeckt Pestizide in Curry-Gewürz, Paprikapulver und Petersilie" (siehe hier) über die Funde bei 37 Supermarkt-Stichproben von Paprika und Currypulver aus konventionellem Anbau. Nun mag man sich fragen, welche statistische Sicherheit eine solche Probenzahl bietet, aber dass mehr als ein Viertel der Proben durch zu hohe Pestizid-Belastung auffällt, ist auf jeden Fall bedenklich.

Grund genug für uns, an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass wir jede Charge im Shop angebotener getrockneter Chilis, ob ganz, geschrotet oder gemahlen, die wir aus Nicht-EU-Ländern importieren, von einem renommierten Lebensmittellabor (Gesellschaft für Bioanalytik Hamburg mbH) untersuchen lassen - zu den teueren Tests gehören unter anderem Mikrobiologie, Aflatoxine und Pestizide. Die Zutaten unserer in Deutschland gefertigten FeuerStreuer werden vom deutschen Hersteller ebenfalls diesen strengen Labortests unterzogen.


Schärfer duschen

September 2009 - Gerade wenn man meint, alle potenziellen Produkte mit Chili zu kennen, taucht wieder was Neues auf. Gerald Schmidt, unser Mann vor Ort in China, stieß im Supermarkt auf dieses erfrischende Duschgel:

 Chili-Duschgel

Eine Probe ist an uns unterwegs - wir werden berichten... vor Vicious Vampire als Badezusatz sei hier ausdrücklich gewarnt!!


Neue Chili-Selbstverteidigungswaffe aus Kalifornien

September 2009 - Ob beim Joggen, beim späten Heimkommen oder auf Bahnhöfen: Leider mehren sich die Situationen, in denen man es mit üblen Typen zu tun bekommt, die Leib und Leben gefährden. Als Alternative zu Pepper Sprays stellte die kalifornische Firma PepperBall Technologies Inc. die nichttödliche Verteidigungswaffe "HotShot" vor. Das handliche Gerät, dessen Form eher an eine kleine Taschenlampe erinnert, verschießt CO2-getrieben auf Knopfdruck eine Chilipulver-Wolke, die laut Hersteller (siehe Web) immerhin bis zu ca. 3,65 m weit wirken soll. Das keine 100 Gramm schwere Teil kostet ca. 50 US-Dollar. Genau wie leistungsfähige Pepper-Sprays dürfte die Capsicum-Kanone hierzulande allerdings wohl verboten sein, auch wenn immer mehr Gemeinden als "Sparmaßnahme" keine eigene Polizeiwache zum schnellen Schutz ihrer Bürger mehr haben. Hier sollte die Politik vielleicht mal über bessere legale Möglichkeiten der persönlichen Selbstverteidigung nachdenken - der "Pepperball HotShot" wäre ja womöglich eine wirksame Lösung.

Beim Lesen der Hotshot-Produktbeschreibung fühlten wir uns an einen alten Freund in Kenia erinnert, der den Menschen dort als "Hilfe zur Selbsthilfe" Landwirtschaft beibringt. Als "Dank" wurde nachts in sein Haus dort eingebrochen. Die Einbrecher schlug er jedoch erfolgreich mit einer Fahrrad-Luftpumpe in die Flucht, die er mit Habaneropulver gefüllt hatte...


Chilis eines der "100 besten Lebensmittel gegen Krebs"

August 2009 - Chili-Fans wissen schon lange um die gesundheitlichen Vorzüge ihrer feurigen Früchte. Am 23.8.2009 wurde den scharfen Schoten die Ehre zuteil, in "Bild am Sonntag" als eines der "100 besten Lebensmittel gegen Krebs" gelistet zu werden; ein Chili ziert sogar die Titelseite. Für die Zusammenstellung, so BAMS, wurden neueste Medizinstudien ausgewertet und anerkannte Experten befragt.

BAMS schreibt: "Der Schärfestoff der Schoten (Capsaicin) wirkt antibakteriell, soll gegen Prostatakrebs schützen. Wie Paprika haben Chilis einen hohen Anteil an Flavonoiden und Carotinoiden (Farbstoff mit Zellschutzwirkung), enthalten Ascorbinsäure (Radikalfänger)."

OK, Sie als Pepperworld-Leser wussten das natürlich schon, aber nun wissen es noch ein paar Millionen Leute mehr...


Chili-Schau in Fichtelgebirge

August 2009 - Neben eigenem Testanbau lassen wir die vom Pepperworld Hot Shop angebotene Chili-Saat testweise auch von Profi-Gärtnern ziehen. Das diesjährige Ergebnis können Chili-Fans am 20. September begutachten. Dann präsentiert Thomas Gruber von der Gärtnerei Förth die Pflanzen in einer umfassenden Chili-Schau. In dem Betrieb in Neusorg in der Oberpfalz gibts es an diesem Tag ein großes Herbstfest mit dem Aufhänger "die schönsten Chilipflanzen Deutschlands". Knapp 70 Sorten sind dann in voller Pracht zu bestaunen. Da zu diesem Zeitpunkt auch die Kürbisse reif sind, werden sie ebenfalls ein Teil des Festes sein. Thomas rechnet mit Riesen von mehr als 150 kg - das gibt eine Menge Kürbissuppe, die neben anderen Leckereien gegen den kleinen Hunger angeboten werden soll - natürlich mit Habanero-Kick. Zum individuellen Nachschärfen stehen von Pepperworld Soßen und Streuer bereit.

 

Chili-Schau in Fichtelgebirge

Glückliche Verbindung: Chili trifft Kürbis auf
der großen Chili-Schau im Fichtelgebirge.

In einem der Treibhäuser findet mit musikalischer Untermalung eine Pfälzer Weinprobe statt. Für die Kinder haben Thomas und seine Mitarbeiter die Bemalung der Gewächshausscheiben eines Hauses angedacht. Bei der Wahl der schönsten Chili-Pflanze gibt es attraktive von Pepperworld gestiftete Preise zu gewinnen. Außerdem ist ein kleiner Vortrag über den Einsatz von Nützlingen geplant. Und der Spaß scheint auch vorprogrammiert zu sein.

Mehr dazu in unserem während der Chili-Saison laufend ergänzten Foto-Bericht, der den Fortschritt der Pflanzen von der Saat bis zur Reife dokumentiert.

Update 22.9.2009: Die Veranstaltung war ein Riesenerfolg - mehr dazu in Kürze im erwähnten Beitrag.


Chili-Nasenspray gegen Kopfschmerzen

Juli 2009 - Pepper Spray mal anders! Schon in den PepperNews 2005 berichteten wir über einen Chili-Nasenspray namens Sinus Buster, jetzt fanden wir einen weiteren. "Sinol-M™" verspricht schnelle Linderung bei Kopfschmerzen, dazu noch ohne "herbe Nebenwirkungen". 

Neben dem Chili-Schärfestoff Capsaicin enthält der Spray einer Hersteller-Pressemitteilung zufolge den Wirkstoff MucoAd®, der für ein längeres Haften und Wirken auf der nasalen Oberfläche sorgen soll. Untersuchungen von Strategic BioSciences (Entwickler von MucoAd) und des amerikanischen Institute for Asthma and Allergy zufolge hat sich der neue Nasenspray  bei der Behandlung und Linderung von Symptomen der allergischen Rhinitis bewährt - oft lästige Begleiterscheinung von Asthma (MucoAd Presse-Info vom 17.6.2009 im PDF-Format hier).

 

Chili-Nasenspray Sinol-M

Linderung von Kopfweh und verstopfter Nase
verspricht dieser Chili-Nasenspray

Die Untersuchungsergebnisse wurden bereits im Januar 2009 auf der 47. Jahresversammlung der Western Society of Allergy, Asthma and Immunology in Maui, Hawaii vorgestellt (kein schlechter Tagungsort). Seit etwa März ist das Produkt in den USA auf dem Markt; es ist dort als homöopathisches Produkt registriert. Wir hatten keine Probleme, es kürzlich bei einem britischen Versandhandel zu bestellen - siehe Fotos. Probiert haben wir den Spray bisher - erfreulicherweise mangels Kopfschmerz - bis jetzt noch nicht - Bericht folgt!

Interessant wäre, ob auch die indischen Bhut-Granaten wenigsten als Nebeneffekt Kopfweh und Stopfnase beseitigen...


Indien plant Bhut-Jolokia-Granaten

Juni 2009 - Einem Bericht in der Web-Ausgabe der britischen BBC News vom 25.6. zufolge plant Indien die Entwicklung von Granaten, die mit Pulver von Bhut Jolokia gefüllt sind, dem laut Guinness World Records schärfsten Chili der Welt (siehe unseren Bericht). Angeblich sollen die Granaten zur Bekämpfung von Aufständen eingesetzt werden. Den Vorteil sehen die Militärs darin, Personen vorübergehend zu "immobilisieren", statt sie zu töten. Immerhin!

Bhut-Jolokia-Granaten?

Außerdem, so werden Wissenschaftler der indischen Defence Research and Development Organisation (DRDO) zitiert, werde man den scharfen Chili als Lebensmittelzusatz für die Truppen unter kalten Einsatzbedingungen einsetzen. Wenn's im Krisengebiet mal so richtig knackig kalt wird, können die Soldaten ja auch von ihren scharfen Granaten naschen...


Neues Chili-Buch von Dave DeWitt und Paul Bosland

Juni 2009 - Gleich nochmal Buch-Nachrichten... Nachdem "The Pepper Garden" ein wenig in die Jahre gekommen und schon ewig vergriffen ist, haben Dave DeWitt und Paul Bosland endlich den Nachfolger fertig-
gestellt. "The Complete Chilli Pepper Book" ist ein umfassendes Werk über Aufzucht und Verarbeitung von Chilis. Wie in Das Chili Pepper Buch 2.0 gibts einen Katalog mit ca. 100 Chili-Sorten sowie eine Sammlung scharfer Rezepte, des weiteren Tipps zur Schädlingsbekämpfung und vieles mehr. Logischerweise existiert eine gewisse Überlappung zwischen den zwei etwa gleich umfangreichen Werken, aber auch genügend unterschiedliche Themen und Informationen, sodass es sich für ernsthafte Chili-Fans lohnt, beide Bücher im Regal zu haben.

The Complete Chile Pepper Book  "The Complete Chili Pepper Book"

Pepperworld wurde die Ehre zuteil, am neuen DeWitt/Bosland-Buch inhaltlich mitzuarbeiten und zahlreiche Bilder beizusteuern. Der Erscheinungstermin ist für Mitte/Ende September geplant; das Buch ist in englischer Sprache.

Dave DeWitt

"Pope of Peppers" Dave DeWitt

   Fotos: Harald Zoschke

Dr. Paul Bosland

Dr. Paul Bosland

The Complete Chile Pepper Book wird nach Erscheinen im Pepperworld Hot Shop erhältlich sein. Es lohnt sich übrigens, darauf zu warten, dass es hier im Shop auftaucht - wir halten dazu eine Überraschung bereit!


Raichlens Barbecue Bible erhält Auszeichnung

Juni 2009 - Grillen und feurige Küche hängen bekanntlich eng zusammen. Daher freut es uns, dass die erst im März dieses Jahres erschienene deutsche Ausgabe der Barbecue Bible von Grill-Guru Steven Raichlen vom Deutschen Institut für Koch- und Lebenskunst als Kochbuch des Monats Juni 2009 ausgezeichnet wurde. Kochen ist eine der ersten hochkreativen Leistungen des Menschen; dies versucht das Institut bewusst zu machen, unter anderem in Vorträgen, Seminaren, Publikationen und deren Förderung. Zudem baut es eine Bibliothek auf, schult Auszubildende, zeichnet Köche und Künstler aus und macht besondere Leistungen bekannt. Steven Raichlens neues Buch bietet sagenhafte 500 Rezepte, viele "So wirds gemacht"-Fotostrecken und unzählige nützliche Tipps für Griller. Eine verdiente Auszeichnung, meinen wir.

The Barbecue Bible - Rezeptsammlung und Nachschlagewerk für Grillfreunde

The Barbecue Bible: Rezeptsammlung
und Nachschlagewerk für Grillfreunde.

The Barbecue Bible ist im Pepperworld Hot Shop erhältlich.

Produkt-Info im Shop


Capsaicin-Pflaster erhält EU-Zulassung

Mai 2009 - Bereits im Chili Pepper Buch 2.0 berichteten wir kurz über ein neuartiges Capsaicinpflaster der biopharmazeutischen Firma NeurogesX, das sich bei Drucklegung noch im Test befand.

In diesem Monat erhielt das Produkt die EU-Zulassung und wird künftig zur Behandlung von peripheren neuropathischen Schmerzen bei nicht-
diabetischen erwachsenen Schmerzpatienten zur Verfügung stehen.

Die Zulassung folgt einer Empfehlung der European Medicines Agency (EMEA) vom 19. März. Laut EMEA-Mitteilung reduzierte das Pflaster mit dem Handelsnamen Qutenza® in klinischen Studien Schmerzen, die durch eine Dysfunktion oder eine Schädigung von Neuronen hervorgerufen werden (sog. neuropathischer Schmerz). Das Pflaster wird vom Arzt angewendet und liefert lokal die konzentrierte Dosis von 8 mg Capsaicin; es wird für 60 Minuten aufgebracht (am Fuß für 30 Minuten). 

Die Chili-Schärfesubstanz ist ein selektiver Agonist des Vanilloid-1-Rezeptors (TRPV1; siehe auch hier), der eine wichtige Rolle bei der Vermittlung der körpereigenen Antwort auf verschiedenste Schmerzreize spielt. Anhaltende Stimulation von TRPV1 führt zu einer Desensibili-
sierung der sensorischen Neuronen, die für die Schmerzübertragung verantwortlich sind, was zur Schmerzlinderung führt.

Quellen: EMEA-Mitteilung März 2009, NeurogesX-Presse-Information.

Update Mitte November 2009: Einer Information NeurogesX-Website und Presse-Informationen zufolge erhielt Qutenza (tm) nun auch die Zulassung der US-Behörde FDA (U.S. Food and Drug Administration).


Bhut-Pizza in Taiwan

Mai 2009 - Außer in  ihrem Heimatland USA ist die Fast-Food-Kette Domino's Pizza auch in diversen internationalen Märkten präsent und passt ihre Produkte länderspezifisch an. Taiwanesen kommen jetzt in den Genuss einer speziellen Pizza mit Bhut Jolokia. Die auch als Ghost Pepper bekannte Sorte ist laut Guinness World Records der schärfste Chili der Welt (siehe unseren ausführlichen Bericht). Am 29. Mai startet den Taiwan News zufolge eine Promo-Kampagne mit Fotowettbewerb (Schnapschuss nach Verzehr der peppigen Pizza) und Wettessen. Dem taiwanesischen Nachrichtenblatt zufolge enthält die Pizzasoße - eine Currysoße - 5 Prozent des heftigen Chilis.

Der Pizzakarton zeigt schon mal, was den mutigen Esser erwartet. Wer nicht zufällig gerade nach Taiwan kommt, kann sich damit trösten, seine Pizza hierzulande mit Lava Jolokia Fiery Hot Sauce "aufzupeppern"...


 

Abnehmen mit Chilis + grünem Tee?

April 2009 - Eine Kombination aus grünem Tee und dem Chili-Wirkstoff Capsaicin soll ein nachhaltiges Sättigkeitsgefühl vermitteln, so eine Anfang des Monats in Clinical Nutrition veröffentlichte Studie, die sich auf dänische und holländische Forschungsergebnise stützt.

27 zufällig ausgewählte Versuchspersonen mit vergleichbarem BMI erhielten über je drei Wochen an zehn Tagen grünen Tee mit Capsaicin, dasselbe zusätzlich mit der milden Paprikasorte CH-19, oder ein Plazebo. Erfasst wurden Appetit, Energieaufnahme, Körpergewicht und Herzfrequenz. Das Ergebnis:

Die Kombination aus grünem Tee mit Capsaicin und CH-19 reduzierte die Energieaufnahme bei positiver Energiebilanz; grüner Tee und Capsaicin allein unterdrückten das Hungergefühl und vermittelten ein Sättigkeits-
gefühl besser bei negativer als bei positiver Energiebilanz (positive Energiebilanz = mehr Kalorien aufgenommen als verbraucht; negative Energiebilanz = weniger Kalorien aufgenommen als verbraucht).

Die Kombination dieser Wirkstoffe könnte somit helfen, die Energieaufnahme zu reduzieren, Gewichtszunahme zu verringern und Gewichtsab-
nahme zu fördern. Also Chili in die Tassse, abnehmen und Tee trinken? Hier kommts sicher auf die richtige Dosierung und auf weitere persönliche Umstände an - auf jeden Fall aber interessante Perspektiven.

Mehr zu diesem Thema (sciencedirect.com)


Neuer Bhut-Rekord - nicht zuhause nachmachen!

April 2009 - Alle Chili- und Currywurst-Wettessen verblassen bei dem Rekord, den eine Inderin aus der Heimat der Bhut Jolokia aufgestellt hat.

In unserem umfassenden Beitrag über den weltschärfsten Chili Bhut Jolokia haben wir bereits über Anandita Dutta Tamuli aus Jorhat ( Assam) berichtet - vor zwei Jahren verspeiste sie innerhalb von zwei Minuten 60 (!) frische Bhut-Jolokia-Chilis.

Bhut Jolokia Photo (c) 2007 Harald Zoschke Die Weltschärfsten: Bhut Jolokia Chilis

 

Nun wollte die Stahlmagen-Frau ihren Rekord noch einmal für die Guinness World Records wiederholen, brachte es vor laufenden Kameras und vor den Augen des britischen Star-Kochs Gordon Ramsay auf "nur" 51 Bhut-Chilis. Auch das ist unglaublich - uns reicht eine Viertel Bhut-Chili allemal für heftigste Schweißausbrüche! A pro pos Augen - die hat sich Anandita einem britischen TV-Bericht zufolge beim selben Anlass innerhalb einer Minute mit 24 Jolokia-Chilis gerieben. Autsch!

Eines steht fest: Wir hier bei Pepperworld werden keinesfalls versuchen, weder den Bhut Jolokia Ess- oder den Augenreib-Rekord zu brechen!


 

 

Neues von Chilihead Michael "Mad" Anthony & Co.

März 2009 - Die etwas Reiferen unter uns erinnern sich... in den 1970er Jahren schlossen sich Spitzenmusiker namhafter Rockbands zu neuen Formierungen zusammen, sogenannten "Supergroups", z. B. Cream oder Emerson, Lake & Palmer. So etwas dürfen wir jetzt nach langer Zeit mal wieder erleben: Zusammengetan haben sich Michael Anthony, jahrzehntelang Bassist bei Van Halen, Sammy Hagar (dort lange Zeit Sänger), Ausnahme-Gitarrist Joe Satriani und Drummer Chad Smith von den Red Hot Chili Peppers, die sich derzeit ja eine längere Auszeit gönnen. Das neue Band-Projekt nennt sich Chickenfoot. Für Freunde des Classic Rock eine ausgesprochen gute Nachricht.

Michael Anthony (Bild) ist in Chili-Kreisen als "Mad" Anthony" bekannt; seine Soßen sind hierzulande im Pepperworld Hot Shop erhältlich. "Red Rocker" Sammy Hagar ist ebenfalls ein Freund der scharfen Küche, seiner Leidenschaft hat er mit "Red Voodoo" sogar einen Song gewidmet (bei Interesse mal nach "Red Voodoo" und "Lyrics" dazu googeln).

Chickenfoot arbeitet derzeit an einem Album; drei vielversprechende Songs daraus kann man sich auf der Website der Band bereits anhören. Außerdem ist in diesem Sommer eine Tournee zum Album geplant; Konzerte gibts auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Das Debütalbum wird "Chickenfoot" heißen und in Deutschland voraussichtlich ab 5. Juni zu kaufen sein.
Update 6. Juni 2009: Das Chickenfoot-Album rockt!!

Chickenfoot Band-Website

Mad Anthony Soßen im PW Hot Shop  Bericht über deren Hersteller

Mad Anthony's Chickenfoot Sandwich Rezept


Chiltepins bei Slow Food in der "Arche des Geschmacks"

März 2009 - Gourmets, die es gern feurig mögen, schätzen die wildwachsenden Chiltepins als eine ganz besondere Delikatesse, denn sie zeichnen sich durch ein spezielles Aroma und eine klare, schneidende Schärfe aus. Meist werden sie getrocknet verwendet. 

Da die Chiltepin-Büsche in der Sonora-Wüste Nordmexikos und dem angrenzenden südlichen Texas und Arizona weit verstreut wachsen und die kleinen Beeren mühevoll per Hand gezupft werden müssen, gehören sie neben Safran zu den  teuersten Gewürzen der Welt. Besonders Salsas, Suppen sowie Eintopf- und Bohnengerichten verleihen die wilden Mini-Chilis Feuer und Aroma; als Flocken machen sie jede Pizza zum Erlebnis der verschärften Art. Siehe auch unseren ausführlichen Chiltepin-Beitrag.

Klein und feurig: Chiltepin   Klein, stark, scharf: "Ur-Chili" Chiltepin  

Wie wir soeben erfuhren, zählen Chiltepin zu den zehn meistgefähr-
deten Lebensmitteln des amerikanischen Kontinents
; daher wurden sie in die "Arche des Geschmacks" (Ark of Taste) von Slow Food aufgenommen. Die Arche des Geschmacks ist ein internationales Projekt von Slow Food, um regionale Lebensmittel, Nutztier- und Nutzpflanzen-
arten vor dem Vergessen zu retten.

Slow Food Chiltepin Info (US)   Slow Food Deutschland  Chili-DB Info

„Arche des Geschmacks®“ ist ein eingetr. Warenzeichen von Slow Food International.


Cola Rebell: Die schärfste Cola der Welt

März 2009 - Nachdem die Chili-Welle auch bei uns so richtig ins Rollen gekommen ist, gibts kaum noch etwas, das sich nicht mit den scharfen Schoten "aufpeppern" ließe. Aber wer hätte dabei an Chili-Cola gedacht? Drei Hamburger kamen auf eben die Idee und setzten sie in die Tat um.

Laut Website des Herstellers endstand das Projekt aus einer Barlaune heraus - einer kippte dem anderen Hot Sauce in die Cola, und irgendwie schmeckte es, und man kam auf die heiße Idee, ein Produkt daraus zu machen. Nach diversen Experimenten und Geschmackstests entstand "Cola Rebell" - die verschärfte Erfrischung wird derzeit auf der Gastronomie-Messe Internorga vorgestellt (13. bis 18. März in Hamburg, Hamburger Messehallen).

Chili-Cola "Cola Rebell"

Die Capsicum-Cola ist in zwei Varianten erhältlich - "klassisch" mit dem zarten Geschmack von Ingwer und Chili (Bild rechts) und "scharf" mit dreifacher Chili-Dosis. Laut Hersteller besteht die braune Brause mit Chili-Kick aus natürlichen Zutaten und hat auch gut Koffein.

Die Rebellen waren so nett, uns Proben zuzusenden. Beide Varianten schmecken gut gekühlt lecker. "Klassisch" (normal) hat für den capsaicingewöhnten Chilifan womöglich etwas wenig Schärfe, "scharf" hat einen deutlichen Chili-Kick, gut abgestimmt mit dem Getränk, und dürfte für die meisten Colatrinker, die mal was anderes probieren wollen, die optimale Dosis sein. Allerdings ist im Cola-Rebell-Sortiment auch noch Raum für eine "extra harte" Version.

Produkt-Info (Anbieter)

Wir durften hier schon über Chili-Nasenspray berichten, Chili-Lippen-Gloss, Chili-Wein, Chili-Gummibärchen und Chili-Zahnpasta. Gespannt warten wir, welches Produkt als nächstes in verschärfter Form erscheint! (Chili-Kaffee haben wir in Süditalien übrigens auch schon entdeckt.)


Scharfe Chilis besser vor Phytophtora-Befall geschützt?

Februar 2009 - Die pilzartigen* Erreger der Gattung Phytophthora zählen zu den gefährlichsten Schadorganismen an Pflanzen. Die Variante Phytophthora capsici ist, wie der Name vermuten lässt, ursprünglich eine Krankheit von Chili-Pflanzen, befällt unter anderem auch Kürbisgewächse und Tomaten. In der Erde greift der Erreger die Wurzeln an, befällt aber auch Blätter und Früchte, wenn durch durch starken Regen oder Bewässerung bei schlechtem Ablauf infizierte Erde auf die Pflanze spritzt. In New Mexico ist dies durch die Flutung der Felder zur Bewässerung häufig ein Problem. Zwar gibt es es inzwischen wirksame Präparate gegen Phytophthora; wirksamer wäre jedoch genetische Resistemz gegen diese Pflanzenkrankheit. 

Jalapeno (links) und New Mexican

Neue Chili-Studie: Wurzeln von Jalapeño (links) blieben von  Phytophthora capsici weitgehend verschont, Befall aber auf den  Früchten. Bei anderen Sorten wie New Mexican (rechts) war es genau umgekehrt. Schärfe als Einflussfaktor scheidet laut Studie daher aus.

 

In der Ausgabe Oktober 2008 von HortScience, einer Publikation der American Society for Horticultural Science, wurde eine Studie vorgestellt, in der erstmals der Einfluss von Chili-Schärfe auf Phytophthora capsici untersucht wurde - wenn auch leider mit enttäuschendem Resultat.

Durchgeführt wurde die Studie von Mohammed B. Tahboub (Postdoctoral Researcher, Texas A&M University), Soumaila Sanogo (Pflanzen- Pathologe und Teamleiter, New Mexico State University), Paul Bosland (Chili-Züchter, ebenfalls NMSU) und Leigh Murray (Statistiker, Kansas State University).

Feldbeobachtungen ließen zunächst vermuten, dass jene Chili-Pflanzen, die schärfere Früchte produzieren, unempfindlicher gegen Phytophthora sind als milde Sorten. Untersucht wurden dann sowohl die Wurzeln als auch die Früchte der verschiedenen Sorten. Das Resumee der Studie war jedoch, dass es keinen Zusammenhang zwischen der Schärfe und der Resistenz gegen Phytophthora gibt. Beispielsweise blieben Wurzeln der Chili-Sorte Jalapeño von Phytophthora weitgehend verschont, während sich auf den Früchten der stärkste Befall aller untersuchten Sorten zeigte. Bei allen anderen Sorten war es hingegen genau umgekehrt. Da die Wurzeln ja nicht den Schärfewirkstoff Capsaicin enthalten, sondern nur die Früchte, konnte der Schärfegrad als Einflussfaktor ausgeschlossen werden. 

Andere Faktoren als ihre Schärfe bestimmen also deren Anfälligkeit der Chilifrüchte auf Phytophthora capsici - genetische Unterschiede und die Stärke der Außenhaut gehören zu den Faktoren, die noch näher erforscht werden müssen.

Anderen Untersuchungen zufolge schützt das Capsaicin allerdings die  Chili-Samenkörner vor zerstörerischen Pilzen wie Fusarium - siehe News August 2008.

* Pilzartig deshalb, weil die zu den Oomyceten gehörigen Phytophtora näher mit Algen als mit Pilzen verwandt sind. Zu dieser Gruppe gehören die Erreger gefürchteter Pflanzenkrankheiten wie z. B. der Falsche Mehltau.


NuMex 6-4 Heritage: Neuauflage eines Chili-Klassikers

Januar 2009 - Wer einmal im Herbst in New Mexico unterwegs war, wird niemals das unwiderstehliche Aroma frisch gerösteter grüner "New Mexican" Chilis vergessen. Sie sind im US-Südwesten praktisch Grundnahrungsmittel, das gefüllt oder als Gemüse zu nahezu jeder Mahlzeit gegessen wird. Seit den 1950er Jahren war '6-4' eine der beliebtesten Sorten dafür. Das typische Aroma entwickelt sich beim Rösten, aber im Laufe der Jahrzehnte war es schwächer geworden; viele Konsumenten klagten darüber.

 

NuMex 6-4 Heritage  NuMex 6-4 Heritage

 

Daher sind Dr. Paul Bosland und seine Kollegen beim Chile Pepper Institute der New Mexico State University zurück zu den Wurzeln gegangen: 2002 wurde '6-4' Originalsaat aus dem staatlichen Archiv geholt, die dort seit über 40 Jahren in flüssigem Stickstoff verwahrt wird. Durch Selektion wurden dann die besten Pflanzen ausgesucht und weiter vermehrt - das kräftige Original-Aroma war zurück, nebenbei robustere, ertragreichere Pflanzen mit uniformer Höhe und gleichmäßigerer Fruchtgröße. Als nächstes wurde dann großflächig für die Saatgewinnung angebaut, und ab Januar 2009 steht endlich genug Saat zur Verfügung, dass die Chili-Farmer im Süden New Mexicos den heiß ersehnten 'Heritage New Mexico 6-4' anbauen können. Schon während des Testanbaus haben Chili-Fans versucht, die schmackhaften Schoten vom Feld zu stehlen, so Bosland.

Zeitgleich ist diese Saat-Neuheit bereits im Pepperworld Hot Shop erhältlich. Produkt-Info

Außerdem wurde Saat für sechs weitere beliebte NuMex-Sorten in den Shop aufgenommen - ebenfalls original aus New Mexico.


Honigbienen gegen Raupen

Januar 2009 - Schmetterlingsraupen sind nicht nur selbst gefräßig, sie haben auch selbst Feinde, besonders die Faltenwespen. Um diese aufsüren zu können, besitzen die Raupen feine Sinneshärchen. Damit registrieren sie die Luftbewegung, die anfliegend Wespen mit ihrem Flügelschlag erzeugen. Die Raupen lassen sich dann einfach auf den Boden fallen oder erstarren.

Honigbiene auf Jalapeno-Blüte

Bienen sind offenbar nicht nur  gute Bestäuber
 (wie hier bei unseren Habaneros), sondern
bremsen durch ihre Anwesenheit die Fresslust
von Raupen. (Foto: H. Zoschke)

 

 Da die Wespen nur Beute jagen, die sich bewegt, sind sie damit außer Gefahr. Die Würzburger Forscher fanden heraus, dass Honigbienen ungefähr die gleiche Körpergröße und Flügelschlagfrequenz wie die Faltenwespen haben und auf Raupen auf sie genauso reagieren. Schwirren also häufig Bienen in iherer Nähe, bedeutet das für die Raupen dermaßen viel Stress, dass sie bis zu 70% weniger Blattmasse fressen als ihre Kollegen ohne Bienenstress. Untersucht wurde dies an Paprika- und Sojabohnen-Pflanzen, d.h. die nützliche Erkenntnis könnten durchaus für Chiligärtner, besonders mit Gewächshaus, von Nutzen sein. Wieweit sich die Erkennnisse für Gärtner und Landwirte systematisch nutzen lassen, wollen die Würzburger Biologen jetzt im Frühjahr testen - hierzu sicht man derzeit einen geeigneten Bio-Hof.

Quelle: Jürgen Tautz und Michael Rostás: „Honeybee buzz attenuates plant damage by caterpillars“, Current Biology 18 (24), S. R1125 - R1126
und Website der Uni Würzburg.

 


Neben Chili-Sorte "Renate" jetzt auch "Harald"

Januar  2009 - Nachdem der renommierte Tomaten- und Chili-Züchter Dr. Mario Dadomo 2008 zu Ehren der Pepperweltlerin Renate Zoschke eine Sorte "Renate" getauft hat, wurde selbige Ehre nun auch ihrem Mann zuteil. In unserem Chili Pepper Wandkalender 2008 zeigten wir für den Monat Februar eine violette Zierchili-Sorte, die zu diesem Zeitpunkt noch unbenannt war: Mit Beginn der Saatproduktion für diese Sorte gab Dr. Dadomo ihr jetzt offiziell den Namen "Harald". Die Farbe der Schoten wählte Mario mit Bedacht "Deep Purple".

Neue Chili-Sorte "Harald"   Nett und violett: Neue Chili-Sorte "Harald".

 

Harald Zoschke, Dave DeWitt, Mario DaDomo

Tomaten- und Chili-Züchter Dr. Mario Dadomo aus Parma (r), hier
mit "Pope of Peppers" Dave DeWitt (m) und Harald Zoschke (l)

Chili-Sorte "Renate" rundlich, "Harald" länglich... danke, Mario!

Ein kleines Kontingent dieser neuen Sorte ist bereits im Shop verfügbar.

  Harald-Saat im Shop


Rezepte gegen den Winterblues bei Spicy's in Hamburg

Januar 2009 - Passend zur kalten Jahreszeit ist beim Hamburger Gewürzmuseum Spicy's vom 13.1. bis zum 26.04. den Themenschwer-
punkt: "Wellness - Rezepte gegen den Winterblues". Bei den Gewürzen vermittelt zum Beispiel die warme, sinnliche Vanille Geborgenheit, Zimt wirkt als Bad im Winter wärmend und im Essen beruhigend auf den Magen. Ingwer duftet und belebt herrlich in Körperlotionen und wirkt als Tee antibakteriell. Wer kennt nicht die guten alten Lavendelsäckchen? Im Schrank sorgen sie für frischen Duft und helfen bei Schlafstörungen. Gerade in unserer heutigen schnelllebigen Zeit ist es besonders wichtig, sich kleine Oasen zum Entspannen zu schaffen. Durch die verschiedenen Düfte wird das Riechen wieder mehr in den Vordergrund gerückt. Aber auch zum Schauen gibts dort eine Menge, inklusive der von Pepperworld zum Thema Chilis, Medizin und Gesundheit eingerichteten Vitrinen. Geöffnet Dienstags - Sonntags 10.00 bis 17.00 Uhr.
Wie Sie hinkommen und weitere Infos siehe www.spicys.de

Chili-Nasenspray, Salben und mehr: Eine
der von Pepperworld eingerichteten Vitrinen.

Weitere Informationen über Spicy's Gewürzmuseum in unserem Fotobericht. Chili-Wellness-Infos auf Pepperworld hier


Koks-Schmuggel mit Hot Sauce

Januar  2009 - Forrest Gump sagte im gleichnamigen Film: "Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen - man weiß nie, was man bekommt."
Das weiß man bei Hot Sauce offenbar auch nicht immer:

In Kanada hat die Polizei in einer Ladung Hot-Sauce-Kartons Kokain im Wert von 40 Millionen (!) Dollar sichergestellt. Die flachen Beutel mit dem weißen Pulver hatten die Schmuggler auf die Wellpappeinlagen zwischen den Flaschen geklebt; beim gespickten Produkt handelte es sich um "Sari Hot Sauce" aus Guyana (Südamerika). Wie die kanadische Zeitung "The Toronto Star" am 26.12.2008 berichtete, war dies bereits die zweite aufgeflogene Lieferung dieser Art an eine Importfirma für karibische Lebensmittel in Toronto; insgesamt wurden 376 kg Koks mit einem geschätzten Straßenwert von 54, 5 Millionen Dollar gefunden.  Pepperworld meint: Das "normale" (und legale) Pepper High reicht doch! ;-)


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Seite zuletzt geändert am: 16.07.2011, 13:20 von Admin

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