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Krankenhausbesuch nach feuriger Mutprobe

Veröffentlicht von Admin (hzoschke) am 21 Jan 2010
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Das war ja wieder was für die Medien: Zehn Augsburger Schüler probierten als "Mutprobe" eine unverdünnte Extrem-Soße pur. Eine Dämlichkeit, die acht von ihnen einen kurzen Krankenhausbesuch bescherte, wie die Polizei unter Berufung auf das Rote Kreuz mitteilte, das den Kids zuhilfe kommen musste. Bei BILD (News Ticker 20.1.) wurde daraus sogar die Schlagzeile "Mit Chilisoße vergiftet" - Lebensgefahr bestand aber nach laut BRK-Sprecher nicht. Sogar auf der Website der amerikanischen TV-Station CBS machte die unsinnige Mutprobe Schlagzeilen - hier ist von einer "Soße" mit 535.000 Scoville-Einheiten die Rede. Dies zeigt wieder einmal, wie sinnlos derlei Extrakt-Produkte sind, die mit Genuss nichts mehr zu tun haben und nur viel Geld kosten. Allerdings stellt sich auch die Frage, warum die sicher vorhanden gewesenen Warnhinweise missachtet wurden und das hochkonzentrierte Produkt unverdünnt konsumiert wurde - bei Essig Essenz käme schließlich auch niemand auf so eine Idee. Es sei denn, er bemüht sch um einen Preis bei den Darwin Awards.

Bei Hot Sauce zieht der Pepperworld Hot Shop aus gutem Grund die Grenze bei ca. 150,00 SHU und wird auch zukünftig keine Konzentrate anbieten, die zudem noch durchweg schrecklich schmecken. "Scharf" sollte schließlich ein Genuss sein, und keine Qual oder Mutprobe.

Siehe auch PW-Beitrag "Kann man Capsaicin überdosieren?"

Zuletzt geändert am: 23 Feb 2010 um 20:43

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