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Roswell, New Mexico: Chilis und Aliens

Der "Roswell-Zwischenfall" im amerikanischen Chili-Bundestaat New Mexico jährt sich 2007 zum 60. Mal. Wir haben uns vor Ort für Sie umgesehen.

 

Alien-T-Shirt: "We are not alone"

"Wir sind nicht allein": T-Shirt-Motiv

Dem Durchreisenden stellt sich Roswell als Zentrum der Milchproduktion des Südwestens vor. Kenner wissen natürlich, dass hier weit mehr gesichtet wurde als Kühe. Im Juli 2007 ist er genau 60 Jahre her - der "Roswell-Zwischenfall". 

Roswell Ortseingang

Am 8. Juli '47 berichtete die regionale Tageszeitung Roswell Daily Record, dass auf dem Roswell Army Airfield stationiertes Militärpersonal auf einer Ranch nahe des Ortes eine "fliegende Untertasse" sichergestellt hatte. Laut Artikel waren der Rancher Dan Wilmot und seine Frau die einzigen Augenzeugen. Die beiden sahen ein leuchtendes Objekt in der Form zweier umgekehrt zusammengesetzter Untertassen, dessen Durchmesser sie grob auf 15 bis 20 Fuß (4,5 bis 6 m) schätzten. In der gleichen Zeitungsausgabe findet sich eine offizielle Stellungnahme aus Portland (Oregon), dass die "Flying Saucers" nicht das Ergebnis US-amerikanischer Militär-Experimente seien. 

 

Harald mit dem Roswell Daily Record

Informiert aus erster Hand: Der Autor dieses Web-Artikels
beim Lesen des Roswell Daily Record vom 8.7.1947

Wenig später dann die Überraschung - die Untertassen-Geschichte wurde dementiert, genau wie weitere Funde in der Nähe der vermeintlichen Absturzstelle, über die im Rundfunk berichtet wurde.

Waren hier Aliens gelandet? Schauen wir uns mal die Gegend an, in der das fremde Raumschiff abgestürzt sein soll - jede Menge Umgebung. WENN Außerirdische ein freies Fleckchen gesucht haben, gabs hier genug Platz für eine Landung.

 

Weites Land

Endlose Weite um Roswell, New Mexico: Jede Menge UFO-Landeplatz!

 

Crash

Wenn dem so war, hatte man womöglich nicht mit der ungeheuren Schwerkraft unseres Planeten gerechnet, und es kam zum Crash. Im örtlichen UFO-Museum ist eine Szene nachgestellt, die auf angeblichen weiteren Augenzeugen beruht, die sich in den folgenden Jahren zuhaufe zu Wort meldeten.

 

Hangar 84

... so heißt es zumindest im UFO-Museum

Jedenfalls wurden die Körper angeblich gründlich medizinisch untersucht. Hierüber tauchte sogar angeblich altes Filmmaterial auf. Dass im Hintergrund Gegenstände zu sehen waren, die es in dieser Form damals noch nicht gab (zum Beispiel ein modernes Telefon), bot jedoch Anlass zu Zweifel.

Alien-Untersuchung

So sahen also angeblich die Aliens aus. Es wird gemutmaßt, dass
zumindest einer von ihnen sogar noch lebte, als man sie fand.

Weitere Zeitzeugen im Museum sind Bilder, die den mysteriösen "Hangar 84" zeigen. Hierhin hat das Militär angeblich nicht nur das abgestürzte Raumschiff gebracht, sondern auch die Körper der außerirdischen Besatzung. Eigenartigerweise ähneln sich die Alien-Beschreibungen von Zeugen nicht nur aus Roswell, sondern aus aller Welt, einschließlich solcher Personen, die fernab aller Zivilisation nicht durch Zeitungs- oder gar TV-Berichte inspiriert worden sein konnten.

 

Nazis mit fliegender Untertasse??

War das Roswell-UFO ein Nazi-Flugzeug?

Es waren die widersprüchlichen Verlautbarungen der Luftwaffe, die zum Roswell-Zwischenfall für die unglaublichsten Spekulationen sorgten. Selbst ein Flugobjekt der Nazis schloss man nicht aus, wie dieses im UFO-Museum ausgestellte Modell zeigt. Bedenkt man, wie weit "wir Deutsche" damals die Entwicklung von U-Booten und Raketen getrieben hatten, garnicht mal so abwegig...

Wie aber erklären sich die fremdartigen Symbole auf einem ebenso fremdartigen Stück Metall, das ebenfalls von der Crash-Stelle stammt?

 

Roswell-Timeline

Anhand einer Timeline zeichnet man im UFO-Museum die Entwicklung
der Ereignisse im Jahre 1947 auf recht anschauliche Weise nach.

 

Rundfunk-Arbeitsplatz anno 1947

Ausgestellt wird auch der Original-Arbeitsplatz des Rundfunksenders, der damals die unglaublichen Nachrichten ausstrahlte. Auch die Verarbeitung des Alien-Themas in der Phantasie von Künstlern kommt hier nicht zu kurz.

Auch nach dem Studium der Ausstellungsstücke und dem Anschauen der im Museum gezeigten Interviews und Filmberichte fragt man sich weiterhin, ob denn nun Aliens in Roswell gelandet waren oder nicht. Was auch immer hier vor 60 Jahren passiert ist - die Aliens haben auf jeden Fall nachhaltige Spuren hinterlassen, die man überall in dieser Kleinstadt findet. Sogar Straßenlaternen geben hier einen dezenten Hinweis. Die "Alien Zone" ist eines von vielen Geschäften, die zum Teil Unglaubliches zum Thema Aliens verkaufen. Zeichen wie dieses hier findet man überall im Ort:

    Alien-Shop Alien-Leuchte

Alien-Souvenirs Alien-Souvenirs

Hätten die Aliens das geahnt, hätten sie sich womöglich einen anderen Planeten ausgesucht!

 

Alien-Souvenirs Alien-Souvenirs

Dem Erwerb von Alien-Socken, Santa-Strümpfen und nachtleuchtenden Alien-Masken konnten wir widerstehen. Aber dass so ein außerirdischer Gartenzwerg jetzt auf unsere Chilis aufpasst, ist doch klar, oder?

 

Alien-Shop   Alien-Shop

Auch Shops, die nicht direkt mit den Aliens zu tun haben, werben zumindest gerne mit den grünen Männchen, wie zum Beispiel das Musikinstrumente-Geschäft oder der Westernklamotten-Laden.

Alien-Restaurant Alien-Restaurant

Auch die örtliche Restauration ist auf Außerirdisches eingestellt, wie das obige Restaurant im futuristischen Raumschiff-Look, oder die Imbisskette Arby's, die in ihrer Roswell-Filiale Aliens ausdrücklich willkommen heißt. Da dürfen sich auch alle Nicht- Staatsbürger der USA angesprochen fühlen, die ja im Rechtsjargon je nach Aufenthaltsstatus legal aliens oder illegal aliens heißen.

 

Chili-Rösten

Zum Glück gibts aber auch irdische Aktivitäten in Roswell. Schließlich is(s)t man in New Mexico, und es werden, wie überall im amerikanischen Chili-Bundestaat, milde und scharfe New Mexican Chiles geröstet. Zur Erntezeit im September ist diesem Ereignis ein eigenes Fest gewidmet, das Hatch Chile Festival (siehe unseren Bericht).

Ein wenig färben die Aliens aber auch auf die Chilis ab, wie dieses Weihnachtsornament zeigt, das wir natürlich ebenfalls in Roswell erstanden haben...

Weihnachtsornament

Wer ist da noch überrascht, dass es auch ein Alien-Bier gibt!

Alien-Bier

Unser Freund Dave DeWitt überraschte uns bei einem Besuch bei ihm zuhause in New Mexico mit einem Sixpak dieses Bräus, der garnicht mal so schlecht schmeckte. Hätte womöglich sogar den kleinen grünen Männchen (und Weibchen) gefallen!

Ich hoffe, unser kleiner Abstecher nach Roswell hat Ihnen gefallen und Sie womöglich auch ein wenig nachdenklich gestimmt. Wir sind nicht allein! Oder glauben Sie jetzt immer noch die Geschichte mit dem Wetterballon?

Story und Fotos von Harald Zoschke

Weiterführende Infos zum "Roswell-Zwischenfall" finden Sie in Wikipedia hier


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Seite zuletzt geändert am: 20.01.2010, 14:24 von Admin

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