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Barbecue Smoker, Teil 1

In den Jahren, die wir in den USA gelebt haben, ist uns eine besondere Art des Grillens ans Herz gewachsen - das "echte" Barbecue mit einem Barbecue Smoker. Viele pikante Leckereien lassen sich darauf auf einmalige Weise zubereiten. In dieser neuen Beitragsreihe berichten die Pepperweltler von ihren Barbecue-Erfahrungen.

Als wir wieder nach Deutschland zurückkehrten, hatten wir unseren original texanischen Barbecue Smoker hergeschenkt. Ein großer Fehler, denn schon bald vermissten wir Aroma und Gemütlichkeit, die mit dieser Art der Zubereitung einhergehen. Wenn's nach Feierabend einfach schnell gehen soll, schalten wir natürlich den Gasgrill ein, oder wir befeuern unseren kleinen Kettle-Grill. Irgendwie fehlte uns aber doch dieses amerikanische "Barbecue Feeling" mit allem drum und dran.

Lange haben wir daher gesucht, bis wir ein vergleichbares Gerät gefunden hatten - bis wir auf die deutsche Firma Farmergrill gestoßen sind. Diese  stellt solide Smoker und Grillgeräte her, die sich hinter amerikanischen Produkten keineswegs verstecken müssen. 

Von weitem sehen sich die meisten Barbecue Smoker ziemlich ähnlich - Details und Verarbeitung unterscheiden sich jedoch erheblich und bestimmen letztendlich den Spaß, den man mit so einem Gerät hat.

So funktioniert ein Barbecue Smoker

Für alle, die diesen Grilltyp noch nicht kennen, hier eine kurze Beschreibung. Zur Anschauung dient bereits jenes Gerät, das jetzt bei uns treue Dienste verrichtet - der Farmergrill Barbecue Smoker "FG-40"

Barbecue Smoker Funktionsweise

Die drei wichtigsten Bestandteile eines Barbecue Smokers sind die Feuerbox (1), die mit ihr verbundenene Garkammer (2) und an deren anderem Ende der Kamin  (3). In der Feuerbox, auch Brennkammer genannt, befindet sich ein Rost, seitlich eine Tür mit Regulierklappe - wie beim guten alten Böllerofen. Hier wird quasi "eingeheizt"; Rauch und Wärme durchstreifen die Garkammer, auf der das Grillgut auf einem Rost liegt, und entweichen dann aufgrund es Zuges durch den Kamin.

Mit seinen 125 kg liegt unser FG-40 gewichts- größen- und preismäßig im Mittelfeld des Smoker-Sortiments von Farmergrill. Je stärker die Kammerwände, um so stabiler hält ein Smoker seine Temperatur, um so unkritischer ist das Nachfeuern. Unser Model hat 5,2 mm starke Wände, das ist schon recht solide.

Als Brennstoff kommen Hartholz, Holzkohle und Briketts in Frage - mehr zu diesem Thema in einem der folgenden Beiträge. Über die Regulierklappe an der Feuerbox sowie einer weiteren am Ende des Kamins kann man nicht nur die Temperatur regulieren, sondern auch bestimmen, wieviel Rauch das Grillgut abbekommt. Wärmeregulierend wirkt auch das wahlweise Öffnen der Feuerbox-Tür - eine beliebte (wenn auch nicht gerade energiesparende) Methode der Barbecue-Profis. Die Garkammer hingegen bleibt stets geschlossen - wie beim Kettle-Grill kostet jedes Spicken Wärme und verlängert die Garzeit.

  

 

Barbecue Smoker

Gemütliches Grillen
mit dem
Barbecue Smoker

 

Unterschied zu anderen Grillgeräte-Typen

Der Clou beim klassischen Barbecue Smoker ist also die Trennung von Feuer- und Garraum. Das "Barbecuen" kann damit bei niedriger Temperatur geschehen, und es gibt garantiert kein Verbrennen des Fleisches durch auflodernde Flammen. Außerdem tropft kein Fett in die Glut, das zu schädlichen Dämpfen führen kann. Auch muss das Grillgut nicht gewendet werden. Das Niedertemperatur-Garen über längere Zeit ergibt zum einen besonders zartes, saftiges Fleisch (auch und gerade bei Stücken, die sonst eher als etwas "zähe" gelten), dazu kommt das unglaubliche Räucheraroma, das man wie gesagt nach Gusto dosieren kann.

Die langsame Garmethode hat noch etwas für sich: Während beim direkten Grillen über Gas oder Kohle schnell mal was verbrennt, wenn man mal nicht aufpasst oder ans Telefon muss, kommts beim Barbecuen nicht so auf die Minute an. Es lebe die Gemütlichkeit.

Chili-Fans freuen sich darüber, dass spezielle pikante Würzmischungen, mit denen man das Fleisch vor dem Barbecuen einreibt (sogenannte "Rubs" - auch dazu später mehr) besonders gut zur Geltung kommen, weil sie viel Zeit zum Einwirken haben.

Entsprechend groß war die Freude, mit dem Farmergrill-Smoker endlich ein solides Gerät zu finden, mit dem wir an unsere USA-Tradition anknüpfen konnten. Das Sortiment des Herstellers umfasst auch nahezu alle anderen klassischen Grilltypen; die Smoker interessierten uns natürlich besonders.

Das Baby ist da

Der lang ersehnte Tag ist gekommen - der Barbecue Smoker trifft ein und steht in der Einfahrt. 125 kg haben es ganz schön in sich - durch die massiven Wände der beiden Kammern hat das Baby ein gesundes Gewicht; zum Glück kommt es auf zwei großen stabilen Rädern.

Beim Rollen des stählernen Schwergewichts dann gleich eine angenehme Überraschung: Anders als bei anderen Smokern, die wir kennen, sind die Räder gummiert. Und während manche Leichtgewicht-
Smoker sogar in Einzelteilen zum Zusammenschrauben kommen, ist hier alles bereits fest miteinander verschweißt und hinterlässt handwerklich einen soliden Eindruck.

Die Montage beschränkt sich auf das Einschrauben des Thermometers, das Aufsetzen des Kamins, das Einlegen der Roste sowie das Einhängen der   Belüftungsklappe und der Frontablage. 

Fällt Ihnen das Eimerchen auf? Die Garkammer hat darüber einen Ablauf für eventuell aus dem Grillgut austretendes Fett. 

Barbecue Smoker komplett aufgestellt

Barbecue-Thermometer

 

 

Dem Thermometer kommt beim echten Barbecue eine besondere Bedeutung zu. Sehr schön daher, dass es bei Farmergrill groß ausfällt.

Angenehm auch die Bereichsangabe darauf für die verschiedenen Garmethoden, die mit dem Smoker möglich sind. 

Zum Zubehör gehört auch ein Ascheschieber, der der Form der Gar- und Brennkammer angepasst ist. Das Entfernen der Asche bald nach dem Abkühlen ist sehr wichtig, da sich zusammen mit Feuchtigkeit agressive Substanzen bilden können, die dem Metall schaden.

Das steht das gute Stück nun, der Spaß kann also bald losgehen. Zum Glück hatten wir im Frühjahr bereits das aus unseren Apfel- und Haselnussbäumen ausgesägte Holz kleingesägt und gehortet...

 

 

 

 

 

Barbecue Smoker Feuerbox

Alle Roste sind aus 
Edelstahl; bewegliche
Teile wie Schieber und
 Scharniere machen einen soliden Eindruck

 

 

 

 

 

Barbecue-Thermometer

Solides Gewinde zum
Einschrauben des
Thermometers

Zunächst die Feuertaufe

Mit dem Smoker kam eine knapp gehaltene, aber ausreichende Anleitung. Hier erfahren wir, dass das Gerät zunächst "eingefeuert" werden muss, um das Innere grillbereit zu machen und die außen bis zu 750°C hitzebeständige Farbe einzubrennen. Mit ein paar Holzspänen und unseren Holzscheiten starten wir also zunächst einmal ein Feuer und werfen einen Blick auf das erfeulich groß ausgefallene, gut ablesbare Thermometer. Erstaunlich schnell klettert die Temperatur auf fast 200°C; der Schornstein raucht. Es riecht ein wenig nach Farbe, was sich aber nach einer guten Stunde gibt. Sicherheitshalber halten wir die Temperatur noch für eine weitere Stunde.

Ist das Innere der Kammern von Rauch geschwärzt und die Farbe außen eingebrannt, kanns losgehen. Am nächsten Tag besorgen wir uns für den Probelauf beim Metzger unseres Vertrauens ein schönes Kilostück Schweinenacken - da kann man nichts falsch machen. Denn kein Smoker ist wie der andere - jeder hat seine eigene Charaktersistik, die es erst einmal kennenzulernen gilt.

 

Luftklappe an der Feuerbox

Luftklappen an Feuerbox
und Kamin ermöglichen
die Temperaturkontrolle.

Weiter geht's hier:

Barbecue Smoker, Teil 2 - Die ersten kulinarischen Hochgenüsse.

 Barbecue Smoker, Teil 2

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