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Das Schärfste aus der Welt der Chili Peppers: Chilis, Peperoni, Salsa, Hot Sauce, Grillen, Kochen ...

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Chilis bester Freund: Cilantro (Koriander)

Kraut, getrocknete Früchte

Wer einmal in Mexico oder im Südwesten gespeist hat, oder selbst Salsa, Chili con Carne, Guacamole oder Pico de Gallo mit Cilantro zubereitet hat, wird sein ausegprägtes, typisches Aroma nie wieder missen wollen. Auch im Thai-Restaurant oder beim Inder macht man früher oder später damit Kontakt.

Koriander zählt zu den ältesten Gewürzen der Menschheit; er wurde bereits in der Bibel erwähnt. In Fernost und im Mittelmeerraum wurde er bereits seit Jahrtausenden benutzt, und auch aus der mexikanischen und Southwestern-Küche ist er nicht mehr wegzudenken.

Man kann die getrockneten Früchte als Gewürz sowie auch die frischen Blätter verwenden. Letztere sind DAS unentbehrliche Gewürzkraut für die authentische TexMex-Küche. In Mexiko und den USA (und vermehrt auch bei uns) ist für das Kraut die Bezeichnung Cilantro üblich, währen die getrockneten Früchte Korinder genannt werden.

Ähnlich wie beim Knoblauch sind die Meinungen auch bei Cilantro geteilt: Die einen lieben's, die anderen hassen es. Als Scharfschmecker kommt man aber um Cilantro nicht herum, denn er verleiht Salsa & Co. halt ihre charakteristische Note. Am besten wird das Kraut frisch verwendet.

Gemahlen sind die getrockneten Koriander-Früchte wichtiger Bestandteil von Curry, und auch Lebkuchengewürz bekommt damit sein typisches Aroma.

In der Thai-Küche werden sogr die Wurzeln der Pflanze verwendet. Blätter, Koriandersaat und Wurzeln haben jeweils ihr eigenes typisches Aroma.

 

 

 

 

In unserer Reihe
"Chilis bester Freund" stellen wir Kräuter
und Gemüsesorten
vor, die in regionalen
Küchen traditionell zusammen mit Chilis
Verwendung finden.

Botanisches

Koriander (Coriandrum sativum) gehört zu den Doldenblütengewächsen (Apiaceae).

Wegen der (rein optischen!) Ähnlichkeit zu Petersilie findet man in Rezepten für Koriandergrün bisweilen Namen  wie "indische Petersilie“ oder "chinesische Petersilie“. Das Kraut ist reich an Vitamins A und C, außerdem enthält es Eisen und Calcium.

Die Vermehrung geschieht durch die Saat.

Cilantro-Kraut

Cilantro (Korianderkraut)

In der Küche

Bezugsquellen - Pflanzen bekommt man mit etwas Glück in Gärtnereien oder in den gartenabteilungen von Baumärkten. Nicht mit Petersilie verwechseln - am besten ein Blatt zerreiben und dran schnupppern. Oder man zieht die Pflanzen selbst (Gartenaussaat oder Topf auf der Fensterbank, siehe unten), Saat dazu bekommen Sie im Pepperworld Hot Shop (Shop-Info dazu).

Koriandergewürz - Läßt man das Kraut blühen, bekommt man wenig später Dolden mit jeder Menge Korianderfrüchten, die zunächst grün sind, und die man am besten an der Pflanze trocknen läßt. Gut getrocknet, bewahrt man sie wie andere Gewürze trocken, kühl und lichtgeschützt auf. Kurz vor der Verwendung erhitzt man die Körner trocken in einer Pfanne, dann entfalten sich die ätherischen Öle am besten (nicht zu lange oder zu stark erhitzen). Anschließend im Mörser zerstoßen oder in einer elekrischen (für Gewürze reservierten) Kafeemühle mahlen.

Cilantro (Koriander-Kraut)  - Leider lassen sich Cilantro-Blätter sich nicht ohne erheblichen  Aromaverlust trocknen. Entgegen der landläufigen Meinung lassen sie sich jedoch gut einfrieren. Wir hacken das Kraut und frieren es portionsweise in Eiswürfelformen ein, das Ganze kommt in einen dicken wiederverschleßbaren Gefrierbeutel. Selbst nach einem Jahr war das typische Aroma noch gut ausgeprägt.

Cilantro ist als Zutat in verschiedenen Fertigprodukten zu finden, zum Beispiel in Dave's Insanity Salsa, Pain is Good Sauce #112 (Jalapeno Harissa) und Screaming Sphincter Salsa.

Zusammen mit Chilis und Limettensaft bildet das Cilantro-Kraut in der mexikanischen und asiatischen Küche eine Art magisches Trio, welches das Aroma von Seafood, Salaten und Salsa hebt. Bei letzterer spielt es keine Rolle, ob sie auf Tomaten basiert, auf Bohnen oder auf Früchten wie Pfirsich, Ananas oder Mango.

In fruchtigen Salsas aber auch in der asiatischen Küche harmoniert Cilantro bestens mit frischer Ingwerwurzel.

Ein Klacks Sour Cream gemischt mit frischen gehackten Cilantroblättern gibt Chili con Carne den richtigen Pfiff.Auch machen sie sich gut statt Peppersilie in pikanten Suppen (umgekehrt läßt sich Cilantro nur selten durch Petersilie ersetzen).

Beim Kochen sollten die Blätter stets in letzter Minute zugegeben werden, damit Farbe und Aroma erhalten bleiben. Koriandersaat hingegen entfaltet ihr Aroma erst richtig durch das trockene Erhitzen in der Pfanne.

Rezepte

Hier ein paar typische Rezepte mit Cilantro als Zutat:

 

Trockenes Anrösten

Trockenes Anrösten
der Korianderkörner 
hebt das Aroma

Zerstoßen der Korianderkörner im Mörser

Zerstoßen der Koriander-
Körner im Mörser

 

Salsa

Cilantro - Ein Muß für
authentische Salsa.

 

Guacamole

Guacamole: Ohne
Cilantro fehlt was.

 

Anbau im Garten

Aussaat: Direkte Aussaat im Frühjahr, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist. Standort. Sonne (nach unserer Erfahrung auch gern Halbschatten). Saat-Tiefe ca. 0,5 cm. Reihenabstand ca. 20 cm. Später Pflanzen auf einen Abstand von ca. 10 cm voneinander ausdünnen.

Keimdauer: Typischerweise 7-10 Tage. Durch Einweichen der Saat über Nacht läßt sich das Keimen noch beschleunigen.

Pflege: Cilantro ist wärmeliebend, er benötigt gute Erde und ausreichend Feuchtigkeit (jedoch keine "nassen Füsse"). Die ausgewachsenen Pflanzen werden ca. 45-50 cm hoch und sollten gegebenenfalls gegen Wind abgestützt werden.

Kraut-Ernte: Die Blätter können geerntet werden, sobald sie kräftig genug sind (nach ca. 6-8 Wochen). Ausknipsen von Blüten fördert buschigeres Wachstum.

Ernte von Saatkörnern: Sobald die Körner braun sind, Pflanze ganz unten abschneiden und kopfüber zum Trocknen aufhängen. Körner gut durchtrocknen lassen und in einem luftdichten Behälter, wie alle Gewürze, kühl, trocken und dunkel aufbewahren.

Pflanzenveträglichkeit mit Chilis: Cilantro und Chilis vertragen sich nach unserer Erfahrung bestens im selben Beet.

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Cilantro-Blüten. Aus ihnen entwickln sich die zunächst grünen Samen, die dann braun trocknen.

 

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