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Au weia! Zu scharf! - So wird gelöscht...

Au weia! Zu scharf!

Tipps zum Zähmen
zu feuriger Gerichte.

Und zum Löschen,
falls es doch einmal
zu scharf war.

 

<<  Don't try this at home!

Im Labor kann man die Schärfe von Chilis und Chili-Produkten messen. Bei der Zubereitung scharfer Gerichte entscheidet die kritische Zunge des Kochs allein, ob eine Speise genug "Pep" hat. Chili-Fans sollten dabei aber nicht vergessen, dass weniger hartgesottene Gäste oft erheblich empfindlicher sind als sie selbst. Als kleine Hilfestellung hier unsere...

Top Ten: “Zähmen" zu scharfer Gerichte

  1. Verwenden Sie zunächst weniger Chilis als im Rezept angegeben. Nachlegen können Sie immer noch!

  2. Ersetzen Sie einen Teil der scharfen Chilis im Rezept durch Gemüsepaprika.

  3. Bei Chili con Carne: Einfach noch eine Dose Bohnen dazugeben.

  4. Entfernen Sie Zwischenwände und Saat aus den Chilischoten (Handschuhe!)

  5. Verwendet ein Rezept frische Tomaten, Tomaten-Soße oder Tomaten-Püree, geben Sie mehr davon hinzu.

  6. Wo es passt (z. B. bei Tacos oder Enchiladas), reichen Sie Sour Cream, Creme Fraiche, Schmand oder Joghurt als Beilage.

  7. Falls Sie Chilis aus Glas oder Dose verwenden, Schoten spülen.

  8. Frische Chilis ein paar Stunden in Eiswasser mit Salz ziehen lassen.

  9. Wenn’s geschmacklich passt, zum Rezept etwas Zucker hinzugeben, um es zu mildern.

  10. Zu scharf geratene Speisen womöglich mit hineingeschmolzenem Käse mildern.

Wenn Sie mit Hot Sauce würzen, probieren Sie erst einmal vorsichtig ein wenig pur, um zu sehen, wie scharf sie ist. Bei Extrem-Soßen wie Vicious Vampire reicht oft schon ein Tropfen. Bei der Orientierung hlft auch unser Brenn-o-meter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für  zu feurig geratene
Gerichte gibt es Tricks,
sie zu "entschärfen".

 

Und falls es doch einmal zu scharf war...

Vergessen Sie Wasser, Bier, Säfte und Limonade! Damit wird's nur noch schlimmer. Der Chili-Schärfewirkstoff Capsaicin ist nicht wasser- sondern fettlöslich, und daher helfen Milchprodukte wie Trinkmilch, Eiscreme und Joghurt besser, die Flammen zu löschen. Dies ist womöglich auch der Grund, warum viele scharfe Chili-Pepper-Gerichte - besonders mexikanische - oft reichlich geschmolzenen Käse enthalten. Die amerikanische Chili-Wissenschaftlerin Dr. Jean Andrews hält noch eine andere Erklärung parat, weshalb Milchprodukte die Schärfewirkung mildern: Forscher fanden heraus, so berichtet sie, dass sogenannte Lipoproteine Erleichterung bringen, indem sie sich mit dem Capsaicin verbinden. Und das zu diesen Eiweißverbindungen zählende Casein ist als natürlicher Bestandteil in Milchprodukten enthalten.

Unser Lösch-Tipp:
Meiereiprodukte wie
Käse, Milch und Joghurt.
Und natürlich Eiscrem...

 

Andere Länder, andere Löschmethoden...

Jedoch hat so manche Chili-Nation ihre eigenen Geheimwaffen gegen rauchende Rachen:

  • In China ist man überzeugt, dass gedämpfter weißer Reis am besten gegen die Chili-Flammen hilft.

  • Vietnamesen hingegen schwören auf heißen Tee - dem anfänglichen Brennen folge schnell ein kühlender Effekt.

  • Auch in Marokko gibt's nach feurigen mit Harissa gewürzten Gerichten Tee, und zwar gesüßten Pfefferminztee.

  • Im Orient zügelt man das Brennen im Mund und auf den Lippen gerne mit Zitrone.

  • In den USA gibt's zu TexMex-Food wie Tacos und Nachos einen Klacks Sour Cream.

  • In Mexiko und New Mexico setzt man auch auf Stärke und Süßes - als Dessert werden Sopapillas gereicht, durch Backen aufgeblähte Weizentortillas, die mit Honig gefüllt werden.

  • In Indien löscht man gerne auf Joghurt-Basis:
    Lassi ist ein erfrischendes Getränk das am besten eisgekühlt getrunken wird ( 1 Becher mit 2 Bechern Wasser und 2-3 Esslöffeln Zucker im Mixer pürieren, je nach Saison auch Obst, z. B. Erdbeeren hinzugeben). Raita ist eine Joghurtspeise mit Früchten oder Gemüsen der Saison.

  • Unser Favorit: In Mexiko kursiert die Weisheit, dass Bier am besten hilft - man muss nur genug davon trinken, bis man sich um die Schärfe nicht mehr schert!

 

Sopapillas mit Honig

Nach einer scharfen
Mahlzeit in New Mexico:
Sopapillas mit Honig

 

Marokkanische Minze

Zum Lindern von
Harissa-Hitze:
Marokkanische Minze

 

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