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"Was
denn,
schon
wieder
Peperoncino
Festival?"
Domenico
vom Chili-Shop "Greenhouse" in Diamante - ohne seine
peppige Perücke ein perfektes Double für Peter Gabriel - hatte
seinen Laden und sich selbst mal wieder extra scharf herausgeputzt.
Untrügliches Zeichen, dass wieder ein Jahr wie im Fluge vergangen
ist und das alljährliche Peperoncino Festival anstand. "Quindici
anni tutti piccanti" - fünfzehn total verschärfte Jahre war das diesjährige Motto,
denn das feurige Fest fand 2007 bereits zum 15. Mal statt, und es
war noch ausgedehnter als in den Vorjahren.
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In
der Hauptstraße von Diamante kündigte schon seit Tagen ein extra
für das "Fünfzehnjährige" frisch hergestellter
Riesen-Chili das heiße Ereignis an. Das Verkehrszeichen daneben
lässt die Größe erahnen. Schade, dass der Monster-Chili nicht in unser Auto
passt - das Teil würde sich auch in unserem Garten gut machen...
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Auch
die Stadtväter haben inzwischen den touristischen Wert
erkannt, europäische Hochburg des Chili-Kults zu sein. Am
Ortseingang grüßt daher jetzt das Schild: "Diamante - Stadt
der Wandmalereien.. und des Peperoncino". Darunter
eine große rote Schote - das sieht man in der Tat nicht
allerorts! 
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Vorm Festival ein keiner Exkurs
Wieder
mal waren wir ein paar Tage vor dem Festival eingetroffen, weil
wir noch diverse Termine hatten. So hatten wir zum Beispiel einen
arbeitsreichen Tag mit unseren Schoko-Partnern Dolci Pensieri,
deren Fertigung sich in Rende, etwa eine Autostunde südöstlich
von Diamante befindet. Verschiedene
Pepperworld-Produktideen, die wir schon zuvor per Telefon und Mail
diskutiert hattern, galt es zu testen und fertig zu entwickeln.
Die eine Idee hat mit Feigen zu tun, mit Chilis, und natürlich
mit Schokolade.
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In
Kalabrien wächst eine ganz besondere Feige: Die Früchte der
"Fichi di Cosenza" sind hellfleischig, saftig und
kleiner als andere Sorten. Reif bekommen sie die Farbe von
Honigmelonen, und ähnlich aromatisch-süß sind sie auch.

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Dank
der Sonne und des Seewindes werden die Feigen hier oft
luftgetrocknet, aber traditionell gibt es noch eine weitere Art der
Konservierung: Die Früchte werden bei etwa 180 °C im Ofen
"gebacken". Dabei durchlaufen sie eine interessante
Metamorphose - der Zucker beginnt zu karamelisieren, die Früchte bekommen eine tolle
Konsistenz und ein feines Aroma - etwas mit Biss und viel Geschmack.
Schon
seit längerem bietet Dolci Pensieri diese Feigen an -
"pur", aber auch mit knackiger Schokolade umhüllt.
Nun
kam uns die Idee, mit Chili für zusätzlichen "Biss" zu
sorgen. Warum nicht die Feigen vor dem Tauchen in Schokolade mit
einer dunklen Schokocreme füllen, die mit einem Hauch
Habanero "aufgepeppert" ist? Schließlich fertigt Dolci so
eine Creme ja bereits für Pepperworld als Brotaufstrich.

Die
"Metamorphose" von der frischen Frucht
übers Backen bis zum fertigen Leckerbissen.
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Antonio
Rao von Dolci Pensieri mit einer Ofenladung frisch gebackener
Cosenza-Feigen.
Nach
ein paar Stunden Experimentieren waren die ersten Prototypen fertig
- außer Habanero-
Schokocreme schlugen wir vor, für zusätzlichen "Crunch"
noch eine geröstete Mandel hineinzutun. Gesagt, getan - das
Ergebnis kann sich schmecken lassen und sind exklusiv im Pepperworld
Hot Shop erhältlich - damit beim Transport nichts schmilzt, aber nur
während der kühleren Monate.
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Das Neueste bei Niní
Zurück
in Diamante stand Café Niní auf dem Programm, der beliebte Anlaufpunkt
auf der Uferpromenade. Inhaber Nini Belcastro gilt als
"Beethoven der Eishersteller", denn während der berühmte
Komponist vieles schrieb, ohne es hören zu können, kreiert der
gebürtige Kalabrese eine sensationelle Eisspezialität nach der
anderen, ohne die meisten jemals selbst probieren zu können -
Laktoseintoleranz, Milchzuckerunverträglichkeit also!
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Neben seinen
Eiskreationen tut sich der Besitzer des Cafés, von dem es
mittlerweile auch eine "Filiale" in Rom gibt, durch
pikante Cocktails hervor - jede Saison überrascht er mit mindestens
einem neuen Drink auf der Karte. Schon
wieder eine Metamorphose
- der
diesjährige Cocktail heißt "Metamorphos".
Er besteht aus Bier, das sich durch Zugabe von Heidelbeerlikör
(!), gemahlenen Peperoncini
und ein paar weiteren Zutaten in ein interessantes Getränk
verwandelt. Mischen possible...
Hier
sehen wir Piet aus Norderstedt beim Verkosten des neuen Cocktails. Piet
war mit seiner Freundin Irene aus Hamburg zum Festival angereist, nachdem
die beiden darüber in dieser Beitragsserie gelesen hatten.
Sowohl Piet als auch
Harald konnten sich aber mehr mehr für den "Afro"-Cocktail erwärmen
sowie den ebenfalls neuen "DaiquiriPic"; Metamorphos
könnte noch ein wenig mehr Pepp bekommen, war die einhellige
Meinung. Piet schoss
übrigens auch das scharfe Foto von Domenico zu Beginn dieser Seite.
Dem
Thema "Pikante Cocktails" widmen wir in Kürze einen
eigenen Beitrag - schieben Sie schon mal frische Eiswürfel in die
Truhe!
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Interessant
sind auch stets die Aktionen, mit denen Nini seine Kreationen bewirbt
- in diesem Set über dem Eiscrem-Tresen führt "Pepper
Chili" Regie - der Streifen heißt "La Palla di
Eros". Der Liebespfeil, das ist ein dunkles Schoko-Eis mit
einer guten Portion Peperoncino darin.
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Pepper-Papst
und Pepper-Puppen Mit
den "Nordlichtern" schauten wir uns dann an, wie Diamantes
Geschäftswelt dieses Jahr fürs Festival dekoriert hat. Hier ein
paar Eindrücke...
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Vor
einem Eiscafé posierte eine peppig dekorierte Puppe - erinnerte uns
aber irgendwie mehr an "Frau Antje" aus Holland.

Wenn
eine Metzgerei schon einen Chili im Firmenschild hat und zudem die
scharfen Schoten massiv von der Decke baumeln, fühlt sich der
Chilifan fast automatisch hineingezogen. Hier haben wir eine salsiccia
piccante mitgenommen, eine scharfe Salami mit peperoncino und
Fenchel gewürzt.

Ein
kleiner Ausflug ins benachbarte Belvedere Marittimo. In diesem
Lampenladen gibts den sagenhaften Chili-Kronleuchter, den wir in
unserem 2005er
Bericht vorstellten. Und in diesen Leuchter hatte Irene
sich verliebt und wollte ihn unbedingt mit nach Hamburg nehmen.
Also sind wir mal mit ihr hingefahren.
Zum
Glück war das gute Stück vorrätig, und per Trittleiter konnte
Irene es aus nächster Nähe betrachten. Mit den speziell für
diesen Leuchter mundgeblasenen Glas-Chilis ist dies zweifellos
eine angemessene Beleuchtung fürs gepflegte Chilihead-Heim. Noch am
selben Tag konnten wir das tolle Teil bruchsicher und kompakt
verpackt abholen und für die beiden Bahnreisenden in unserem
Auto mit nach Hause nehmen.
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 Diese
Parfümerie wagt den Brückenschlag vom Pepper zum Papst. Wenn das
der "Pope of Peppers" wüsste! Präsentiert wird allerdings Paul. Benni nicht scharf genug?


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Italien und Mexiko - nicht nur dieselben Flaggen-Farben

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Italien
und Mexiko haben nicht nur dieselben Flaggen-Farben - beide Länder
haben auch ausgeprägte Chili-Regionen. In Italien ist dies
Kalabrien, in Mexiko unter anderem Yucatan, die Heimat der
Habaneros.
Absoluter
Experte für Habaneros ist Dr. Tomas Gonzales - zusammen mit einer
Delegation mexikanischer Habanero-Produzenten war er als Ehrengast
auf dem Festival. Die Mexikaner hatten einen Info-Stand, und Tomas
hatte einen Vortrag über die Chilis seiner
Heimat im Gepäck. Gut, wenn man immer sein Notebook dabei hat -
dank USB-Stick konnte ich den Powerpoint-
Vortrag vom Meister persönlich kommentiert schon vorab im Hotel
anschauen und habe viel Neues gelernt - in Kürze folgt ein
PW-Artikel...
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Habanero-Fachsimpelei
mit Tomas Gonzales (l.)
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Nun aber zum Peperoncino Festival...
Natürlich
gabs wieder das alljährliche Chili-Wettessen. Vorjahressieger Aurelio Schiavo war auch wieder dabei, und er konnte seinen Titel
durch zügiges Vertilgen von 560g scharfer gehäckselter Chilis verteidigen. Wir haben uns das Wettessen aber nicht angeschaut, da sinnigerweise zeitgleich der Vortrag vom Habanero-Professor
Tomas Gonzales angesetzt war;
außerdem wird's etwas langweilig, wenn man es ein paarmal gesehen
hat...
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Hunderte
Buden und Verkaufsstände säumten wieder die Uferpromenade, den
Ortskern und diesmal sogar die Randgebiete, da das Festival
langsam aus allen Nähten platzt. Zwar sieht man auch hier
inzwischen Stände mit Schmuck, Ledergürteln und ähnlichem,
was auch bei uns auf Märkten angeboten wird. Im Mittelpunkt
stehen aber zum Glück nach wie vor die "Prodotti Tipici
Calebresi", die typischen Produkte der Region. Ob
luftgetrocknete Wurst, Schinken, Kuh- oder Schafskäse - vieles
wird hier im Süden mit einer kräftigen Portion Peperoncino
gewürzt. Besonders früher, als es noch keine Kühlung gab,
trug dies auch zur Konservierung bei. |
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Besonders
beliebt sind scharfe Peperoncini eingelegt in Öl, im Ganzen, aber
häufig als Püree oder zu Ringen geschnitten. In dieser Form mischt
man sie unter Pasta oder genießt sie auf Bruschetta, knusprig
geröstetem Weißbrot, als Antipasti.
Überall
gabs derlei zu probieren, und nicht immer fiel es leicht, sich auf
die scharfen Sachen auf den Tellern zu konzentieren ;-)

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Gerade
wenns um Chilis geht, kokettiert man in Süditalien gerne damit,
dass die scharfen Schoten gewisse Eigenschaften als
"Steh-Hilfe" hätten. Der Herr auf dem Bild links
bemühte sich nach Kräften, das Ganze mit einem Augenzwinkern ein
wenig zu visualisieren. Aber sollte der Chili da nicht besser nach oben
zeigen?
Dabei helfen womöglich einige andere Produkte, die wir gesichtet
hatten ;-) 
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Augsburger
Puppenkiste für Erwachsene
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Am
darauffolgenden Abend hatte der Kollege das Prinzip dann auch
schon unter Zuhilfenahme von Bindfaden weiter verfeinert;
Augsburger Puppenkiste für Erwachsene sozusagen. Wo
wir schon bei "Schweinereien" sind - das Borstentier ist
der favorisierte Fleischlieferant in Süditalien. Neben Würsten und
Speck ist auch der kräutergefüllte Rollbraten geschmacklich
nicht zu verachten; traditionell mit Kopf präsentiert. Nicht
jedermanns Geschmack dürfte die weitere Dekoration treffen...
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Bis spät in die Nacht
spielten hervorragende Rock-, Jazz- und Folk-Gruppen auf
verschiedenen Bühnen. Wie das gesamte Festival übrigens ohne Eintritt.
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Aber
nicht nur fürs leibliche Wohl war gesorgt - wie immer gab es ein
umfangreiches Kulturprogramm mit Kunst, Kino und Musik.

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Natürlich
war auch Massimo Biagi wieder dabei. Über 200 Chili-Sorten hatte der
Chili-Professor aus Pisa diesmal exakt zum Festival reif bekommen, um die Schoten zu präsentieren und zu verkaufen.
Hier hat er gerade Besuch von unseren norddeutschen Chilifreunden,
die ihr Glück kaum fassen konnten - so viele Pepper-Sorten auf
einmal bekommt man sonst auch in der Tat sehr selten zu Gesicht. Wenn
Massimo etwas genervt wirkt, hat das seinen guten Grund - statt
wie sonst auf der Promenade stellte man ihm sein Zelt diesmal auf
die Piazza vor dem Rathaus - direkt neben einen Betrieb mit
Dauermusik in Disko-Lautstärke, der Gespräche weitgehend
unmöglich machte. Und gerade der Erfahrungsaustausch zwischen
Massimo und den Chilifans ist hier der Clou.
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Über
Mangel an Publikum brauchte sich der Pisa-Professor aber trotzdem
nicht beklagen. Auch
lokale Gärtnereibetriebe präsentierten ein buntes Sortiment an
Chili-Pflanzen und -Schoten, auch wenn Massimo Biagis Vielfalt an
Sorten ungeschlagen bleibt. Den
mexikanischen Gästen zu Ehren hatte Massimo außerdem eine
superleckere und feurige Habanero Salsa frisch zubereitet, die
sich wirklich sehen lassen konnte - auch Tomas Gonzales war davon
begeistert.
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Im
"Nonfood"-Bereich war es schön zu sehen, dass neben
vielem industriell Gefertigten auch wirklich originelle
kunsthandwerkliche Artikel präsentiert wurden, wie etwas diese
liebevoll bemalten Chili-Teller.
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Sehr
originell auch die diversen Chili-Wichtel von Nuova Ceramica aus
Belvedere Marina.
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Von
den Künstlern Giuseppe und Daniela und ihrer Kreativität waren
wir derart begeistert, dass wir unser
Pepperworld-Maskottchen in Auftrag gaben - siehe Beitrag "The
Making of Pepper Sam".
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Das
Schöne am Peperoncino Festival ist, dass man auch alle möglichen
Leute trifft, mit denen man sich aus Entfernungsgründen sonst
meist nur per Email unterhält. Fürs Familienfoto posiert hier
Harald mit seinen Chili-Freunden Tomas Gonzales (links) und und
rechts Claudio Dal Zovo, der in seinem Garten in Verona
bemerkenswerten Chili-Anbau betreibt.
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Noch
einer fürs Album... Tomas Gonzales und Rosa-Nidia hätten diesen
Chili-Weihnachtsbaum am liebsten mitgenommen, aber er passte
einfach nicht ins Gepäck...
Stattdessen
hat die nette Gattin des Habanero-
Professors einen hübschen Peperoncino-
Anhänger bekommen.

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Kalabrien lernt über Habaneros - aus erster Hand
Um
das zahlreich erschienene Publikum auf den Habanero-Vortrag
einzustimmen, gab es zunächst folkloristische Darbietungen aus
Mexiko - zunächst Musik, dann stimmungsvolle Tanzeinlagen in
Originaltrachten. Trotz italienischem Bier fühlte man sich
tatsächlich ein wenig nach Mexiko versetzt.
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Von
der Aussaat bis zur Ernte und Verarbeitung erklärte Tomas die
verschiedenen Kultivierungsarten von Habaneros und stellte auch die
verschärften kulinarische Leckereien der Region vor. Unsere
Freundin Nunzia Bruno übersetzte den englischen Vortrag des
Professors routiniert
live ins Italienische.
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Dann
folgte ein mit vielen Bildern lebendig illustrierter Einblick in
Leben und Landschaft von Yucatán, der Halbinsel mit gleichnamigem
Bundesstaat im Golf von Mexiko. Touristen lieben diesen Teil des
Landes wegen seiner tollen Badestrände und der berühmten
Maya-Ruinenstätten. Chiliheads wissen natürlich, dass hier die
Wiege der Habaneros liegt, und der Anbau der scharfen orangenen Früchte
ist in der Tat ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Man denkt hier für
Yucatan Habaneros sogar über Gebietsschutz nach, so wie ihn die
Chilis einiger anderer Länder genießen (z. B. Pimentón
de la Vera oder Piment
d'Espelette). 
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So
richtig scharfe Habanero Salsa heißt in Yucatan übrigens
"xni-pec" (ausgesprochen "schniepeck"). Der alte
Maya-Begriff bedeutet "Hundenase" und spielt auf die
feuchte Triefnase an, wenn genug Habbis in der Salsa sind. Zu
Yucatan und seinen Habaneros folgt wie gesagt noch ein separater
Pepperworld-Beitrag. Alle
waren froh, dass Tomas Gonzales überhaupt anreisen konnte, denn
kurz zuvor wütete Hurricane "Dean" über die mexikanische
Halbinsel. Sowohl Tomas als auch die Yucatan-Habanero-Plantagen blieben
vom Hurricane zum
Glück verschont.
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Zurück zu den Peperoncini...
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Eine
andere Chili-Sorte ist Pellegrino - diese italienische Neuzüchtung basiert auf einem kalabrischen Peperoncino und wartet mit unzähligen schlanken knallrot abreifenden Schoten auf.
Benannt wurde diese Sorte vom Züchter Mario Dadomo zu Ehren des
beliebten süditalienischen Kabarettisten und Entertainers Gianni Pellegrino. Da
Pellegrino, der auch alljährlich das Chili-Wettessen moderiert, klein und
quirlig ist und für seine scharfe Zunge bekannt ist, scheint diese
Ehre angemessen. Gianni selbst hatte die nach ihm benannte Sorte noch nicht zu
Gesicht bekommen und war um so erfreuter, als wir ihm ein Exemplar
aus unserem Garten mitbrachten. Hier posiert er mit dem Namensvetter
und seinem legendären Kopfschmuck.
Pellegrino-Saat
ist übrigens im Pepperworld Hot Shop erhältlich.
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Unsere Restaurant-Empfehlung 2007
Seit
Jahren immer wieder Spitze hinsichtlich Speisen und Service
erlebten wir Palmino Raffos "Sabbia d'Oro", siehe hier.
Unsere
diesjährige Restaurant-Neuempfehlung liegt nur wenig davon
entfernt die Küste hinauf: Das "Ristorante Al Rudere".
Postalisch zählt es zu Belvedere Marittimo, aber es liegt praktisch am
südlichen Ende von Diamante, an der Staatsstraße 18 (SS18).
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Absolutes
Highlight sind hier die leckeren Fischgerichte (besonders vom Grill!),
lecker auch die im "Boot" servierten Pasta-Spezialitäten (auf
Wunsch natürlich auch "piccante"). Tel. (+39)
0985-808876.
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Gepflegt wohnen in Diamante
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Mittlerweile
wurde auch die Region um Diamante vom Bauboom eingeholt. Allerdings
wird hier nicht wie in einigen anderen Regionen der Strand
zugepflastert; vielmehr geschieht dezent die Bebauung der weiter
oben gelegenen Hänge, die in diesem Sommer übrigens auch hier
nicht ganz vom Feuer verschont blieben. Am südlichen Rand der Stadt
enststand gerade diese Villensiedlung (siehe Pfeil). Neugier trieb
uns den Hang hinauf, und Renate brauchte nicht lange, sich ein
gerade fertig gestelltes Domizil auszusuchen.
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Zwischenstopp-Empfehlung für die
Heimreise
OK,
träumen darf man ja, oder? Irgendwann heißt's natürlich immer,
zurück nach Hause zu fahren. Wer mit dem Auto angereist ist, hat
nach Deutschland vom Südzipfel Italiens eine lange Fahrt vor sich
und ist mit einem Zwischenstopp gut beraten. Ein ordentliches Stück
geschafft hat man, wenn man bis Perugia in der Region Umbrien kommt.
Diese Stadt hat viel mit Schokolade zu tun (siehe unseren Eurochocolate-Bericht),
und so wundert es einen kaum noch, dass es hier das
"Chocohotel" gibt, ein Hotel, in dem sich alles, wirklich
alles um Schokolade dreht. Klar, das wir hier unseren
Übernachtungsstopp einlegten, oder?
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Schon
von außern ist das Hotel in Brauntönen gehalten. In der
Eingangshalle dann die erste Überraschung - eine Badewanne,
gefüllt mit Schoko-Brocken! Sowas erscheint einem sonst allenfalls
im Traum.
An
der Rezeption bekommt man mit seinem Zimmerschlüssel eine Tafel
Schokolade in die Hand gedrückt - eine nette Geste, die bei
Schokoholikern wie uns gut ankommt. An
jeder Hotelzimmertür prangt außer der Zimmernummer ein anderes
Schokoladenpapier; Sammlerstücke aus aller Welt. Im
Zimmer grüßt der "Chocodesk", ein Schreibtisch mit
Glassplatte und individueller Deko - in unserem Raum eine Sammlung
gediegener Kakaotassen. Selbstverständlich
gibts im Chocohotel auch einen Shop, in dem man außer edlen (und
teuren) Schokoladen so ziemlich alles kaufen kann, was mit dem Thema
zu tun hat. Links sehen Sie Kakao-Haarshampoo; in hell und dunkel
erhältlich, je nach Haartyp. Noch mehr gefallen hat uns allerdings
der Nussnougat-Badeschaum... Hotel-Info:
www.chocohotel.it
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Viele
Gerichte auf der Karte des hauseigenen Restaurants drehen sich
narürlich auch um Schokolade. Und das Frühstücksbüffet - jeder
Tisch mit getrockneten Kakaofrüchten dekoriert - lockt mit
schoko-gefüllten Hörnchen, Schokoladenkuchen, Chocolate
Muffins...
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